MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Helga und Werner Pirlich

„Es gibt ein Wort, das jedem als praktische Lebensregel dienen könnte: Gegenseitigkeit.“ (Konfuzius)

Helga und Werner Pirlich

Sternsiedlung 13
08468 Reichenbach
Fon: 03765 / 16438

Als eins von vier Kindern wurde das Mädchen Helga Petzoldt 1939 in dem Haus geboren, in dem sie heute noch lebt. Der Vater arbeitete als Kfz-Mechaniker, die Mutter kümmerte sich um die große Kinderschar. 1945–1953 absolvierte Helga die schulische Ausbildung, lernte dann ihren Beruf und wurde Textilfacharbeiterin. Der VEB Zwickauer Kammgarnspinnerei Reichenbach wurde zu ihrer ersten Arbeitsstelle. 1959 heiratete sie ihren Mann Werner. Zwei Jahre später erblickte Sohn Frank (geb. 1961, Hausmeister) das Licht der Welt. Helga Pirlich blieb 1 ½ Jahre zuhause, nahm danach eine Arbeit im nahe gelegenen Dienstleitungskombinat auf. In der Wäscherei arbeitete sie fortan und über 20 Jahre lang. Sie wechselte erst als der Betrieb geschlossen wurde. In der Maßindustrie fand sie kurz neue Herausforderung, begann 1988 im Altenheim Mylau als „Mädchen für alles“. Zufrieden mit ihrer Arbeit, musste sie sich 1992 trotzdem neu orientieren, weil sich im Zuge der deutschen Einheit die Trägerschaft für das Altenheim (nun Diakonie) änderte und die alte Belegschaft gekündigt wurde. Umschulungen und ABM bestimmten ihre folgenden Jahre. 1999 konnte sie 60-jährig in die Rente gehen. Ehemann Werner war zu dem Zeitpunkt schon im Ruhestand. In der Zeit der Wende war er mit Altersübergangsregelung im Jahr 1992 vom Betrieb verabschiedet worden „Innerhalb von einer Stunden wurden über 160 Beschäftigte damals so abgefertigt....“ merkt er über die damaligen Verfahrensweisen an. Er wurde 1935 in Falkenstein / Vogtland geboren. Sein Vater war Schokoladenmeister, die Mutter Hausfrau, weil auch in dieser Familie vier Kinder Betreuung und Erziehung brauchten. Für Sohn Werner besorgte die Mutter nach der 8-jährigen Schulzeit (1942–1950) eine Lehrstelle im VEB Armaturenwerk Reichenbach. Zum Spitzendreher ausgebildet arbeitete der junge Mann im Anschluss im VEB NEMA Netzschkau als Ausbilder an der Betriebsberufsschule „Ernst Schneller“. Wegen eines besseren Verdienstes wechselte er des Öfteren die Arbeitsstelle, wurde ab 1958 im VEB Zwickauer Kammgarnspinnerei als Maschinenschlosser tätig – nicht wissen, dass auch seine künftige Frau hier arbeitete. Kennengelernt hat sich das Paar nämlich kurioserweise nicht dort, sondern beim Tanz in der Tonhalle! Doch der Ort der Begegnung war nicht wichtig, den richtigen Partner gefunden zu haben hingegen schon. Und das haben die beiden, wie daran zu erkennen ist, dass sie im Jahr 2019 die diamantene Hochzeit feiern. Da Familienfeiern liebte Tradition im Hause Pirlich sind, freut es das Paar besonders, dass neben dem Sohn und den beiden Enkeln bis dahin auch fünf Urenkel dem Ereignis beiwohnen können. „Wir haben alles immer gemeinsam gemacht....“ berichtet das Paar und Werner Pirlich freut sich, dass sein Frau „noch immer zackig, hilfsbereit, freundlich und ehrlich ist“ und Helga Pirlich liebt besonders seine Zuverlässigkeit und Treue. Haus und Garten sind beider Freude. Lesen und Sudoku Lieblingsbeschäftigung von Helga Pirlich, das Autofahren noch immer die Leidenschaft von Werner Pirlich. Wenn sie nicht mit dem Auto unterwegs sind, wandern sie gerne in der Natur, wandern im Wald, suchen Schwamml. Der größte Wunsch der beiden: Gesundheit um noch viele gemeinsame Jahre erleben und ihre Aktivitäten aufrechterhalten zu können.
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