MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Antje Pohl
Flexibler Umgang
Schulleiterin – Grundschule
Döbereiner Straße 20
07745 Jena
Fon: 03641 / 615499
E-Mail: www.suedschule.jena(at)t-online.de
Aus Liebe, Entgegenbringen von Ver- und Zutrauen sowie klaren Regeln spinnt sie feine Netze aus Wohlgefühl und Bildung.
Geboren am 18.05.1963 in Jena, wollte Antje Pohl schon immer Lehrerin werden. Vier Jahre besuchte sie das Institut für Lehrerfortbildung in Crossen/Elster und nahm 1984 den Schuldienst auf.
1989 wechselte die Pädagogin an die Schiller-Grundschule, 1992 an die Grundschule Rodathal und widmete sich einem bahnbrechenden Projekt.
Eine Fortbildung für „Jena-Plan“ führte nach Hessen, um sich mit offenen Unterrichtsformen für Gruppen- und Projektarbeit vertraut zu machen.
So wurden für den Reformschulteil altersgemischte Gruppen aus 1. und 3. sowie 2. und 4. Klassen gebildet. Der Schulversuch basiert auf Eigenverantwortung der Kinder; sie teilen ihre Zeit selbst ein, erziehen sich gegenseitig und lernen den sicheren Umgang mit der Einschätzung des Lernpensums und mit Terminen. Die Kinder sollen zeigen, was sie können, und genießen größtes Vertrauen.
In enger Kooperation von Elternhaus und Schule arbeiten vier Kollegen mit 80 Kindern in Lerngruppen und schulen das für den weiteren Lebensweg extrem wichtige eigenverantwortliche Denken und Handeln.
Sollte ein Kind den Umgang mit altersgemischten Gruppen nicht verkraften, bestimmt der Gesetzgeber die Wiederholung von Klasse 3, ohne als Sitzenbleiber zu gelten.
2006 war die Schulleiterstelle der Südschule ausgeschrieben – Frau Pohl bekam sie.
Gemeinsam mit acht Lehrern und sieben Horterziehern lebt die Direktorin ihren persönlichen Anspruch: „Mit Schule muss man flexibel umgehen!“ Dabei sieht sie vor allem den Hort als überaus wichtige Institution und setzt alles daran, elastisch auf gesellschaftliche Veränderungen zu reagieren. Im Februar 2007 konnten sich die Mitarbeiter über Vollsanierung ihrer Schule freuen. Äußere Schönheit wirkt auf innere, und damit der Unterricht gut funktioniert, gibt es klare Regeln, vor allem jedoch das Gespräch, und die Pädagogen sind sich einig: „Kinder können sich durchaus selbst organisieren, wenn mit ihnen gerecht, liebe- und vertrauensvoll umgegangen wird!“
Frau Pohl ist im Nebenamt Mitglied des Schulfördervereins, vertritt Lehrer im Bedarfsfall in Deutsch, Mathematik und Werken, muss in Ermangelung eines Stellvertreters alle Fäden selber ziehen, stets in alle Belange des Schulwesens Einblick haben und mit ihrem Schulprofil von Bewegungsfreundlichkeit und Gesundheit flexibel umgehen.