MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Wolfgang Pohl
Das Glück klopft an die Tür
Dipl.-Elektroingenieur (FH) i. R.
Am Stadion 41
07629 Hermsdorf
Harte Zeiten sind aus keinem Lebenslauf wegzudenken. Auch Wolfgang Pohl, geboren am 10.12.1947 in Gräfenwarth, musste selbige meistern. Doch auch Fortuna schaute regelmäßig vorbei. Größtes Glück fand er in Ehefrau Barbara. Noch heute campingbegeistert, lernten sie sich auf dem Campingplatz kennen. Das Paar heiratete 1970 und bekam zwei Kinder. Tochter Claudia fand ihren Wirkungsbereich in Baiersdorf bei Erlangen. Sohn Jörg lebt in Jena und die Enkel Alexander und Christoph sind ebenso wie Claudia und Jörg der Stolz der Familie..
Wolfgang Pohl ergriff, inspiriert durch das Unterrichtsfach Physik, eine Lehre zum Elektromonteur. In Velten-Hohenschöpping bei Berlin widmete er sich dem Studium und erhielt seinen Abschluss als Elektroingenieur, der später nachdiplomiert wurde.
Das Berufsleben begann am Wohnungsbaukombinat Gera im Projektierungsbereich. Nach weiterem Zusatzstudium auf dem Schwachstromsektor wechselte er in die Forschung der Keramischen Werke Hermsdorf, war u. a. an der Entwicklung des Rechners R 300 beteiligt sowie an der Überführung des Rechners aus der Forschung in die Produktion. Aufgrund der neuen Arbeitsstelle entfielen lange Arbeitswege. Ehefrau Barbara fand ihre neue Herausforderung an einer Kinderkrippe.
Bis zur Wende fungierte Wolfgang Pohl nach innerbetrieblicher Veränderung als Gruppenleiter „Nachrichtentechnik“ und musste den schrecklichen Zustand der Arbeitslosigkeit erfahren. Ein Bewerbungsmarathon führte zu nichts. Nach kleinen Zwischenstationen fand seine Frau ein neues Betätigungsfeld in Frankfurt. Die Eheleute zogen in die Mainmetropole und Wolfgang Pohl hatte Glück. Gleich die erste Bewerbung war von Erfolg gekrönt.
Er wurde Werkstattleiter bei Sprint Sanierung und ging in gleicher Funktion an eine Firma, welche u. a. die ersten Funkwarnmelder herstellte. Zuletzt musste er sich nicht mehr bewerben, er wurde geholt und gehörte bis zum Renteneintritt einem Planungsbüro für Elektrotechnik an.
Als Pensionäre zogen Pohls nach 13 Jahren zu Verwandtschaft und Freunden nach Hermsdorf zurück und das Glück klopfte an die Tür. Die Eheleute konnten ihre frühere Wohnung, die gerade frei geworden war, erneut beziehen. Auch ihren Bungalow in Kloster hatten sie behalten – ein Ort, an dem sich beinahe ihr ganzes Leben abspielte und wo Wolfgang Pohl früher als Filmvorführer agierte.
Heute pflegt er zahlreiche andere Hobbys sowie einen großen Freundeskreis und wünscht sich und seiner Familie nichts mehr als gesundheitliche Stabilität.