MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Heinz und Marianne Pinder
„Ein erfülltes Leben kann sich jeder Mensch leisten.“ (Rene Esteban)
Elektroinstallateur, Elektromeister
Bankkaufmann
Wickershain 12 a
04643 Geithain OT Wickershain
1953 in Gnandstein geboren, verbrachte Heinz Pinder seine Kindheit, Jugend und, nach der Hochzeit mit Marianne im Jahr 1974 die ersten beiden Ehejahre. Auch Sohn Rico wurde hier geboren (1974). Zwei kleine Zimmerchen bei den Eltern reichten für die Familie nun nicht mehr aus. Der gelernte Elektroinstallateur (2 ½ Lehre ZBO, danach im Ausbildungsbetrieb weiter beschäftigt) hatte jedoch das Glück durch seinen Betrieb und eine entsprechende Bewerbung eine eigene Wohnung in Geithain zu erhalten. Gesellschaftlich im Fußball engagiert, spielte der junge Mann– beginnend in der Kreisklasse Gnandstein – bald für seinen Fußballverein Geithain in der Bezirksliga. Er erinnert sich, dass damals die Sponsoren der Rat des Kreises und die Kreisleitung der SED für die kostenlose Sportausstattung der Mannschaft sorgten. Die Verantwortlichen dort kannten ihn wegen seiner guten sportlichen Leistungen und auch ihm waren die jeweiligen Akteure bekannt. So wurde es für ihn nie notwendig die berufliche Entwicklung durch Parteizugehörigkeit zu forcieren. Er konnte auch ohne diese seine Meisterschule absolvieren. Der Abschluss der Meisterschule (Industriemeister) fiel in eine unruhige Zeit. Die Demonstrationen in Leipzig hatten begonnen und bald fiel die Mauer. Der Meister Heinz Pinder arbeitete bis 1994 weiter in der ZBO, dann wurde die Abteilung Elektro, Heizung, Sanitär aufgelöst. Heinz Pinder folgte einem ehemaligen Kollegen der sich in die Selbstständigkeit begab und arbeitete in dessen Firma (TAF) weiter. Parallel trieb er mit Hilfe der Familie den privaten Hausbau (Baubeginn April 1994) voran, so dass die Familie das Weihnachtsfest 1994 bereits in den eigenen vier Wänden feiern konnte. Im Jahr 2002 wechselte er in die Behindertenwerkstatt Geithain. Hier arbeitete er nun als Gruppenleiter im Elektrobereich und gleichzeitig als Betreuer der dortigen Fußballmannschaft bis 2017 – seinem Eintritt in den Ruhestand. Den verbringt er mit Ehefrau Marianne, die 1953 in eine Bauernfamilie hineingeboren wurde. Zehn Jahre besuchte sie die Schule, zwei Jahre lernte sie danach den Beruf Bankkaufmann bei der Sparkasse Geithain. Erst im Kundenverkehr, dann in der Datenverarbeitung eingesetzt, erlebte sie die politische Wende in der DDR und folgend den Wandel mit Währungsunion und Fusion mit der Sparkasse Leipzig im Jahr 1994. In den Jahren 1995–2015 arbeitete sie als Bilanzbuchhalterin bei der Sparkasse Leipzig, trat dann in die Rente. Die Pinders sind stolz auf ihren Sohn und auf beruflich und privat Erreichtes. Zielstrebigkeit, Verlässlichkeit, Pünktlichkeit, Hilfsbereitschaft und Ehrlichkeit waren Grundlage dafür, schätzen sie rückblickend ein. Doch auch Prägungen in der Kindheit haben dazu beigetragen. An ihre Eltern denken sie deshalb achtungsvoll und dankbar zurück. Wandern, Fahrrad fahren, Ausflüge in die nahe Umgebung sind heute liebgewonnene Freizeitbeschäftigungen. Geistig und körperlich gesund bleiben und noch schöne Reisen machen können, das wünscht sich das Paar. Viele Länder und Kontinente haben sie schon bereist. 2018 war es Mexiko, 2019 geht es nach Afrika. Und 2020? Mal sehen...