MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Christa und Karl-Heinz Pinkert

Erfolge im Arbeitsleben

Christa und Karl-Heinz Pinkert

Diplom-Wirtschaftsingenieurin
Sattler
Zinnberger Str. 1
09322 Penig

Karl-Heinz Pinkert, 1936 schon in Penig geboren, wuchs mit einem Bruder in der Familie eines Sattlermeisters auf. Daneben gehörte den Eltern etwas Land, auch etwas Vieh diente dem Eigenbedarf, so dass auch in den damaligen harten Zeiten für das leibliche Wohl einigermaßen gesorgt war. Einen Teil des Pachtlandes, vor allem den Gemüsegarten bewirtschaftet Familie Pinkert bis heute. 1951 schloss Karl-Heinz Pinkert die Schule mit der 8. Klasse ab, konnte bei einem Meister in Dittmannsdorf nun selbst eine Ausbildung zum Sattler und Polsterer absolvieren. Entsprechendes Werkzeug gehört noch immer zum Haus und kommt bei kleineren Reparaturaufträgen für die Nachbarschaft zum Einsatz. Nach der Lehre verschlug es ihn zum VEB Leder- und Plastverarbeitungswerke Penig. Im Kreis der rund 80 Kollegen beteiligte er sich nun an der Fertigung von Sportartikeln (vor allem Fußbälle) und Armeebedarf (Koppeln, Kartentaschen u. ä.). Er erwarb den Schweißerpass und den Gabelstaplerschein, konnte in den letzten zehn Jahren vor der Rente als Betriebshandwerker sein Geschick auf den verschiedensten Gebieten unter Beweis stellen. Werkzeugtaschen für eine Firma aus dem Westen der Republik sicherten in der ersten Zeit nach dem Ende der DDR die Firma, die aber auf Dauer keine Zukunftsperspektive haben sollte. Anfang 1992 ging er in Rente. Für Frau Christa, geborene Ziecke, wurde das nahe Burgstädt 1937 zum Geburtsort. In der dort beheimateten Handschuhindustrie waren ihre Eltern tätig. Als zweites von vier Kindern der Familie wuchs sie in bescheidenen Verhältnissen auf, zumal der Vater erst 1947 aus Kriegsgefangenschaft heimkehrte. Da musste man sich oft mit dem „organisieren“ von Lebensmitteln behelfen, gut, dass man einen älteren Bruder hatte, der clever agieren konnte. Nach dem Abschluss der 8. Klasse (später holte sie auf der Abendschule den Abschluss der 10. Klasse nach) nahm sie eine Lehre zur Industrieschneiderin bei der Firma Storl auf. Als sie zum VEB Textilwerke „Clara Zetkin“ Burgstädt wechselte, begann sie dort als Näherin, wurde dann Bandleiterin und nach einem Technikerstudium Meisterin. Ein fünfjähriges Abendstudium im damaligen Karl-Marx-Stadt schloss sie 1969 als Ingenieurökonom ab, heute als Diplom-Wirtschaftsingenieur anerkannt. Zwischenzeitlich wurde 1970 die Tochter Heike geboren. Christa Pinkert leitete nach dem Studium sechs Jahre das Peniger Zweigwerk des VEB „Clara Zetkin“ mit 100 Mitarbeitern. Als Haupttechnologe für alle fünf Werke kehrte sie nach Burgstädt zurück. Ihr erfolgreiches Wirken wurde mit der Verdienstmedaille der DDR anerkannt. Als 1992 das Werk schließen sollte, war sie noch an der Abwicklung beteiligt, ehe sie im selben Jahr in den Ruhestand ging. Seit vierzig Jahren ist sie im Sportverein TSV Penig e. V. (früher BSG Motor Penig) aktiv.
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