MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Joachim und Adelheid Pilz

„Geht nicht, gibt’s nicht“

Joachim und Adelheid Pilz

Meister für Maschinenbau
Kinderbetreuerin
Heinrich-Heine-Str. 45
06618 Naumburg

Sie haben in ihrem Leben mehrere Berufsfelder bestellt. Joachim und Adelheid Pilz aus Naumburg im Burgenlandkreis in Sachsen-Anhalt sind 2014 zusammen in Rente gegangen. Der Meister für Maschinenbau und die Kinderbetreuerin führen als Ehepaar und Eltern einer Tochter (Katharina, geboren 1971) ein glückliches und harmonisches Leben. Joachim Pilz, geboren 1950 in Weißenfels, besuchte zehn Jahre die Schule (POS 1957-1967) in Naumburg, wohin seine Eltern mit ihm gezogen waren, als er ein Jahr alt war. Nach dem Abschluss der 10. Klasse machte er 1967–1970 bei einem Bekannten seines Vaters eine Lehre zum Bauschlosser. Nach seiner Armeezeit stieg Joachim Pilz 1972 beim Industriemontagen (IMO) Merseburg ein. Auf Baustellen in Schwedt, Bitterfeld und Zeitz hatte er gut zu tun und absolvierte nebenbei E- und A-Schweißerlehrgänge mit Abschluss. Er war dabei, als das Hydrierwerk in Zeitz aufgebaut wurde. Es folgten Dienststellen im VEB Metallwaren Naumburg (1974–1987), unter anderem als Zivilmeister im Strafvollzugsbereich sowie als Gruppenleiter in der Materialwirtschaft. Von 1978–1980 erfolgte die Ausbildung zum Meister Maschinenbau. Des weiteren als Werkstattmeister im Fuhrpark der Zentralen Bauorganisation Naumburg. Als Joachim Pilz nach der Wende ohne Arbeit auf der Straße stand, arbeitete er im Taxi-Unternehmen seines Schwagers bis Ende 1996 als Taxifahrer. Danach sammmelte der Naumburger ein Jahr lang Erfahrungen bei einem Bildungsträger zur Förderung von Existenzgründern. Er war der älteste Teilnehmer unter Menschen aus den verschiedensten Berufsgruppen. Joachim Pilz meldete 1997 bei der Handwerkskammer ein Gewerbe an. Deutschlandweit hatte er bis zur Rente Kontakte zu Firmen, die Bauelemente wie Türen und Fenster herstellten. Diese Bauelemente baute er in Selbstständiger Montage bei Kunden sowie öffentlichen Bauträgern ein. Für Joachim Pilz gilt der Leitspruch „Geht nicht, gibt’s nicht“. Seine Frau Adelheid erblickte 1951 in Naumburg das Licht der Welt. Nach ihrer Schulzeit ließ sie sich zwei Jahre (1965¬–1967) zur Friseurin ausbilden und arbeitete bis zur Geburt ihrer Tochter 1971 im Beruf. Adelheid Pilz fand nach einer dreijährigen Pause (1974) Arbeit als Stanzerin im VEB Kleinlederwaren Naumburg. Sie blieb 16 Jahre im Produktionsbetrieb wo sie auch im Versand und in der Endkontrolle tätig war. Nach der Wende arbeitete Sie vorwiegend in Schulhorten und Kindertagesstätten als Betreuerin und pädagogische Mitarbeiterin. Der Umgang mit Kindern und die Freude am Basteln und Gestalten füllten sie aus. Heute bedeutet Gesundheit für Familie Pilz das größte Glück und Zufriedenheit. Gemeinsam wollen sie noch viel erleben. Während seine Frau weiterhin gern bastelt, engagiert sich Joachim Pilz ehrenamtlich im Museumsverein seiner Stadt.
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