MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

Gesamte Liste anzeigen

Brigitte und Harri Pietrock

Jahre der Verantwortung

Brigitte und Harri Pietrock

Krankenschwester
Lokomotivführer
99099 Erfurt

Die gemeinsame Verantwortung galt ihren Kindern, den pflegebedürftigen Familienangehörigen, aber jeder hatte ebenso in seinem Beruf hohe Verantwortung zu tragen. Brigitte und Harri Pietrock gehen seit 1957 den gemeinsamen Lebensweg. Sie kam 1938 in Girbigsdorf (Niederschlesien) zur Welt, er 1937 in Berlin. Im Winter 1945 musste ihre Familie Niederschlesien verlassen. In Thüringen fanden sie wieder zusammen. Ihr Vater, ein Reichsbahner, wurde Fahrdienstleiter in Seebergen (bei Gotha). Hier besuchte die junge Brigitte die Grundschule, schloss an der Oberschule in Gotha mit der Mittleren Reife ab. Ihren Entschluss, aus den Kriegserlebnissen geboren, Krankenschwester zu werden, konnte sie an der Medizinischen Fachschule Erfurt Wirklichkeit werden lassen. 1956 legte sie ihr Staatsexamen ab. Bis auf eine kurze Zeit, als sie nach der Heirat am Greizer Krankenhaus tätig war, wirkte Brigitte Pietrock in den Städtischen Krankenanstalten Erfurt, später Teil der Medizinischen Akademie, heute Helios-Kliniken vor allem im Bereich Kardiologie, konnte sich zur Stationsschwester und Fachschwester für Anästhesie und Intensivmedizin weiterbilden, agierte die letzten 19 Jahre als Oberschwester der Klinik für Innere Medizin. Harri Pietrock wuchs in Greiz auf, nachdem es ihn während des Krieges zu den Großeltern nach Königsberg, auf der Flucht über die Ostsee nach Kopenhagen verschlagen hatte. Nach dem Abschluss der 8. Klasse lernte er Maschinenschlosser. Dann diente er für zweieinhalb Jahre in der Nachrichtengruppe der Grenzpolizei in Eisenach. Auf dem Erfurter Bahnhof weckte beim Treffen mit seiner zukünftigen Frau der Pfiff einer Schnellzuglokomotive neue berufliche Sehnsüchte. Nach kurzer gemeinsamer Zeit in Greiz, wo er wieder in der Maschinenfabrik arbeitete, konnte er durch Vermittlung ihres Vaters, des Eisenbahners, im Bahnbetriebswerk Erfurt anfangen. Er begann in der Werkstatt, wurde Heizer auf einer Rangiermaschine und konnte 1966 seinen Abschluss als Lokomotivführer vorlegen. Vorrangig war er im Güterverkehr eingesetzt, später kam der Personenverkehr dazu, auch die schweren Schnellzugloks der Baureihe „01“. Es folgten Ausbildungen und Einsätze auf Diesel- und Elektrolokomotiven. 17 Jahre bildete er selbst den Lokführernachwuchs aus. Die Kinder, Tochter Gabriele 1958–2010 und Sohn Uwe, Jahrgang 1962 traten in die Fußstapfen ihrer Eltern. Gabriele wurde Kinderkrankenschwester, Uwe Lokomotivführer. Sohn Uwe ist heute mit IC und ICE unterwegs. Zwei Enkel, ein Urenkel bereichern die Familie.
Gesamte Liste anzeigen

  • Der Verlag
  • Gesichter der Regionen
  • VWM-Info
  • Menschen und ihre Gesichter
  • Suche
  • Ihre Empfehlung
  • Unser Anliegen
  • Kontakt
  • Impressum
  • Datenschutz