MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Otfred Pietzsch

Damit der Laden läuft

Otfred Pietzsch

Technischer Leiter Neue Linie GmbH i. R.
Alfred-Althus-Straße 4
01067 Dresden

Als technischer Leiter einer Gruppe von Friseursalons haben die Kunden Otfred Pietzsch eher weniger zu Gesicht bekommen, aber dienstleistungsorientiert hat er zur Zufriedenheit der Belegschaft wie der Kunden entscheidend beigetragen, die Gerätschaft musste funktionieren, Zuverlässigkeit war seine Devise. Geboren wurde Otfred Pietzsch 1937 in Döhlen, einem Ortsteil der sächsischen Industriestadt Freital. Aufgewachsen ist er ab 1939 im Dresdner Stadtteil Strehlen. Er besuchte die 47. Volksschule 1943/51 und absolvierte eine Lehre zum Elektromonteur beim VEB Starkstromanlagenbau bis Frühjahr 1954. Danach blieb er im Betrieb, war aber oft auf Montage in der gesamten DDR, arbeitete mit am Aufbau des Hygiene-Museums Dresden oder des Braunkohlenkombinats „Schwarze Pumpe“ in der Lausitz. Später wechselte er innerhalb des Bereiches Technik ins Büro, konnte seine Qualifizierung zum Industriemeister erfolgreich abschließen. 1970 ging er zum Dienstleistungskombinat Dresden, wurde Abteilungsleiter im Direktorat Technik. Als in Theorie und Praxis anerkannter Fachmann, der selbst mit Hand anlegen konnte, aber sich auch auf die Beziehungen zu anderen Gewerken bestens verstand, warb ihn 1980 die Produktionsgenossenschaft des Handwerks (PGH) „Neue Linie“ als technischen Leiter. In dieser Genossenschaft waren bis 10 Salons, vorwiegend im Dresdner Stadtzentrum, und andere Friseur- und Kosmetikeinrichtungen, oft in Betrieben angesiedelt, vereint. Zu ihr gehörte auch einer der größten Salons Europas mit über 100 Mitarbeitern in der Prager Straße. Renovierungen, Umbauten, Installationen, Betreuung der Geräte – dies alles lag in der Verantwortung des technischen Leiters. Der Wechsel in die Marktwirtschaft 1990 erfolgte relativ organisch. Die bisherigen Genossenschaftsmitglieder gründeten eine GmbH, zu deren Gesellschaftern (bis 2002) auch Otfred Pietzsch gehören sollte. Aktiv im Unternehmen blieb er bis zum Vorruhestand 1994, in reduziertem Maße stand er trotzdem weiter gelegentlich zur Verfügung. Seit seinem 65. Geburtstag ist er Vollrentner. Der seit 1959 verheiratete Vater zweier Söhne (Frau Christine war im kaufmännischen Bereich tätig) darf heute auch vier Enkel und den ersten Urenkel zu seiner Familie zählen. Im Wanderclub Ü 70 hält er sich mit ehemaligen Kollegen weiter fit.
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