MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Dipl.-Ing. Georg Pilz
Glück braucht Geduld
Inhaber eines Fachgeschäftes für Tabak-Zeitschriften-Lotto
Lübecker Straße 122
39124 Magdeburg
Fon: 0391 / 5629986
Funk: 0162 / 2574837
Dienstags und freitags, das sind die Tage, an denen Georg Pilz in Gesichter blickt, aus denen eine ganz besondere Hoffnung spricht. Hoffnung auf einen Sechser mit Zusatzzahl. Auch wenn die Chance dafür 1 : 140 Millionen stehe, das spiele keine Rolle, weiß der Inhaber eines Geschäftes für Tabak, Zeitschriften und Lotto. Glück brauche Geduld.
Seit 2005 betreibt Georg Pilz als Franchise-Partner von „Tabacon“ sein Geschäft.
Um einzusteigen, nahm Georg Pilz nicht nur einen großen Kredit auf, er betrat auch völliges Neuland. „Man muss gut erklären können, gerade bei Lotto“, betont er, „und Kompetenz zeigen.“
Kompetenz besaß Georg Pilz vordem in einer anderen Branche. Der gelernte Maschinenbauer mit Abitur arbeitete viele Jahre als Technologe im Magdeburger Schwermaschinenbaukombinat „Ernst Thälmann“. Zusätzlich absolvierte er ein fünfjähriges Fernstudium. Anschließend betreute der Diplom-Ingenieur den Rohrleitungsbau in fünf Kombinatsbetrieben.
Das Ende der DDR war auch das Ende von SKET. Das Kombinat wurde privatisiert. Georg Pilz blieb als Technologe in der Firma, auf die das große Kombinat „geschrumpft“ war: Sket-MAB produzierte Windenergieanlagen für „Enercon“. Manche Windräder hätten einen Durchmesser von 55 Metern besessen, so der Ingenieur.
1997 wird der Betrieb aufgelöst. Bis auf eine Stammmannschaft müssen alle gehen. Georg Pilz steht vor einer „Neuorientierung“. Er qualifiziert sich zum Vertriebsingenieur und besucht einen SAP-Lehrgang. Für acht Monate bekommt er einen Vertrag als Einkäufer im Förderanlagenbau Magdeburg.
Als in einem neuen „Kaufland“ ein Tabakwaren- und Lottogeschäft ausgeschrieben wird, sieht Georg Pilz seine Chance. „Mit Augen zu und durch“ habe er sie genutzt, sagt er. Das beweise der stetig wachsende Umsatz bei Tabak und Lotto. Er wolle das Geschäft so lange führen, bis der Kredit bezahlt sei und man etwas zurücklegen könne.
Der Geschäftsmann ist Mitglied im Kultur- und Heimatverein Osterweddingen.
Erholung findet er in seinem Garten in der Nähe von Schönebeck. Und jedes Jahr fährt er mit seiner Frau Martina auf einen Bauernhof nach Oberbayern. Irgendwann möchten beide mal eine Schiffsreise unternehmen.
Auf den Zusammenhalt in der Familie, die Geschwister eingeschlossen, ist der 57-Jährige stolz.
Er habe einen Sohn, der als Vermessungsingenieur sein Auskommen habe. Für sich und seine Frau hoffe er, das Rentenalter gesund zu erleben, meint Georg Pilz.
Er sei mit sich im Reinen und „brauche eigentlich nichts anderes“.