MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Gerda Pfennig

Das Hobby zum Beruf gemacht

Gerda Pfennig

Carl-Maria-von-Weber-Str. 8
08468 Reichenbach
Fon: 03765 / 63801

Sie hatte das große Glück, ihr Hobby zum Beruf machen zu können. Gerda Pfennig aus Reichenbach im Vogtland führte viele Jahre eine Pension, erst nebenbei, dann, nach der Wende, hauptamtlich. Sie liebte es, in ihrem Haus, das sie seit 1976 bewohnt, Feriengäste zu begrüßen und einzuquartieren. Das hat ihr immer großen Spaß gemacht und viel Freude bereitet. Doch gesundheitlich kann sie nicht mehr Gastgeberin und Pensionsinhaberin sein. Gerda Pfennig war von 1961-2012 mit ihrem Mann Johannes (Tischler, 2012 gestorben) verheiratet. Das Paar, das die goldene Hochzeit noch erleben durfte, bekam eine Tochter (Martina, geboren 1962, Lehrerin, lebt in Berlin) und zwei Enkelkinder. Inzwischen ist die Familie gewachsen, denn drei Urenkel im Alter von zwei, fünf und sieben Jahren gehören noch dazu. 1939 in Neukölln in Schlesien zur Welt gekommen, landete Gerda Pfennig 1945 mit ihrer Familie (Mutter in der Landwirtschaft, Vater Stellmacher, ältere Schwester Inge, heute 83 Jahre) in Treuen im Vogtland. Der Vater fand eine Anstellung als Handwerker auf dem Rittergut im benachbarten Christgrün. Dort ging Gerda zur Schule (1946-1954). Danach machte sie eine dreijährige Lehre in Plauen zur Herrenschneiderin. Gerda Pfennig, geborene Drobe, arbeitete im Anschluss an ihre Ausbildung bei einem Privatunternehmen (Mantel-Müller in Plauen). Nach ihrer Hochzeit 1961 zog sie nach Netzschkau, woher ihr Mann stammte. Sie war nun bei der Firma Sonntag als Schneiderin für Damen-Oberbekleidung beschäftigt. 1964 zog sie mit ihrem Mann nach Reichenbach und schulte zur Wirtschaftskauffrau um. Gerda Pfennig ging von nun an ins Büro, arbeitete in Verwaltungen, zunächst in Schönbach im Textilmaschinenbau, später bei der Zentralen Bauorganisation (ZBO) und schließlich, bis Ende der 1980er Jahre, im Rathaus im Bereich Schulverwaltung. Nebenbei führte sie ihre Vermietung im Haus, das sie mit ihrem Mann 1976 gebaut und bezogen hatte. Ab 1991 betrieb sie ihre Pension als Selbstständige. Gerda Pfennig hat damit vor etwa 15 Jahren aufgehört. Die Rentnerin schätzt sich glücklich, dass sie in ihrem Alter noch gesund ist und reisen kann. Vor allem Busfahrten unternimmt sie gern mit einem Reisebüro. Dann ist sie oft mit einer Rentnergruppe unterwegs, um die nähere Heimat zu erkunden. Gern erinnert sich Gerda Pfennig an eine Fernreise, die sie mit ihrem Mann Johannes über Weihnachten in die Dominikanische Republik unternommen hatte. Eine Schiffsreise möchte sie noch mit ihrer Schwester Inge machen. Die Mutter, Oma und Uroma ist eine sehr hilfsbereite und aufgeschlossene Frau. Sie liebt ihr Haus und ist stolz auf das Geschaffene und ihre Familie. Ihre Eltern Friedrich und Elfriede haben sie früher unterstützt. Lesen, Reisen und den eigenen Haushalt noch immer in Ordnung zu halten, darauf legt Gerda Pfennig Wert. Sie verbringt ihre Freizeit mit Familie, Freunden und Bekannten.
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