MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Jürgen Pichl

Zurück zu seinen Wurzeln

Jürgen Pichl

Diplomingenieur für Informationselektronik
99099 Erfurt

Am 30.08.1951 wurde Jürgen Pichl in Roßla im Harz geboren. Er wuchs zusammen mit Schwester und Bruder in Breitenbach / Harz (heute OT von Sangerhausen) auf. Eingeschult wurde er 1958, und aufgrund guter Leistungen war schnell klar, dass er im Anschluss daran auch die vierjährige Erweiterte Oberschulausbildung in Ballenstedt mit integrierter Berufsausbildung im Eisenhüttenwerk Thale absolvieren würde. 1970 schloss er diese mit dem Abitur und gleichzeitigem Facharbeiterbrief als Elektromonteur ab. Danach entschied er sich für ein vierjähriges Direktstudium Informationselektronik im Bereich Mikrowellentechnik an der Technischen Hochschule in Ilmenau, das er als Diplomingenieur beendete. Die ersten drei Jahre arbeitete Jürgen Pichl dann in Lutherstadt Wittenberg beim VEB Wittol – einer Kerzen- und Schuhcreme- und Bohnerwachsfabrik – als Instandhaltungsingenieur. 1977 bewarb er sich auf Empfehlung von Studienkollegen im Funkwerk Erfurt, wo gerade Mitarbeiter für das dort angelaufene Mikro-Elektronik-Programm gesucht wurden und begann seine dortige Berufslaufbahn als Technologe. Später wechselte er in die Instandhaltung der Messtechnik. „In dieser Abteilung habe ich mein Hobby zum Beruf gemacht“, sagt Jürgen Pichl reflektierend, da er sich auf diesem Sektor sehr wohl fühlte. Bis 1989 war er in diesem Aufgabengebiet tätig und betreute rechnergesteuerte Maschinen, die in der Produktion eingesetzt wurden. Im Zuge der Wendezeit bestimmten zuerst einige Monate Kurzarbeit und verschiedene Weiterbildungen das tägliche Berufsleben. Jürgen Pichl, der damals auch als Gewerkschaftsvertrauensmann seiner Abteilung fungierte, wurde in den neu gegründeten Betriebsrat gewählt und gestaltete so die Zeit des Übergangs hautnah mit. Die Großbetriebe der Mikroelektronik wurden zerschlagen, und es entstanden kleinere Firmen. In diesem Zusammenhang übernahm die Firma Thesys Jürgen Pichl zunächst als Schichtingenieur und später wieder als Wartungsingenieur. Er erlebte diverse Eigentümerwechsel dieses Betriebes mit und passte sich flexibel den jeweiligen Anforderungen an. 2009 wurde er über eine Auffanggesellschaft sozial abgesichert entlassen und später mit 63 Jahren pensioniert. Er ist heute in der IG BCE, Ortsgruppe Erfurt Süd integriert. In seiner Freizeit beschäftigt er sich seit 2013 intensiv im Heimat– und Geschichtsverein „Goldene Aue“ e.V. Die Sommermonate verbringt Jürgen Pichl mit seiner Lebenspartnerin, einer ehemaligen Textilingenieurin, im Harzer Gartengrundstück und fühlt sich inmitten seiner alten Heimat sehr wohl. „Ich bin gern in der Natur unterwegs und hoffe, dass ich das noch viele Jahre bei guter Gesundheit genießen kann.“
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