MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Angelika Bock

Glück bedeutet Wohlbefinden und Gesundheit

Angelika Bock

Chemiefacharbeiterin
04639 Gößnitz

Sie ist mit ihrem Leben zufrieden. Angelika Bock, die gelernte Chemiefacharbeiterin aus Gößnitz bei Bitterfeld, lebt gern in ihrer Region. Es ist ruhig und sie fühlt sich nach vielen schweren Krankheiten wieder recht fit, sagt die heutige Rentnerin. Sie wurde als Angelika Jentzsch 1951 in Zscherndorf bei Bitterfeld geboren und ist als Tochter eines Schlossers und einer Hausfrau auch dort aufgewachsen. Sie besuchte die Schule und wollte nach dem Abschluss der 10. Klasse gern Friseuse werden. Doch Angelika lernte im VEB Chemiekombinat Bitterfeld, dorthin war sie mit ihren Eltern gezogen, den Beruf einer Chemiefacharbeiterin. Nach ihrer zweijährigen Ausbildung arbeitete sie 15 Jahre lang als Laborantin. Ihren späteren Mann Herrmann lernte sie beim Sportfest in Leipzig kennen. Die beiden heirateten im Jahr 1969. Sie bekamen eine Wohnung in Zehma. Nach 30 Ehejahren ließ sich das Paar scheiden. Mit Herrmann, der in der Landwirtschaft arbeitete und der 2017 an einer Lungenkrebserkrankung starb, hat Angelika Bock zwei Kinder. Tochter Daniela, die Älteste, erblickte 1970 das Licht der Welt und arbeitet heute beim Finanzamt. Sohn Silvio, geboren 1977, ist als Fahrer bei der Firma Hermes beschäftigt. Beide Kinder wohnen bei Mutter in Thüringen, was die Mutter sehr freut. Denn zur Familie gehört nun auch Tochter Danielas Sohn, der bei der Bundespolizei angestellt ist. Für Angelika Bock ist es ein großes Glück, die Entwicklung ihres Enkelsohnes miterleben zu können. Sie ist stolz auf ihre gesamte Familie. Weil sie sehr viel krank war und auch ihren Brustkrebs überstanden hat, wünscht sich Angelika Bock, die nach der Wende EU-Rentnerin wurde, vor allem für die Zukunft Gesundheit und weiterhin Wohlbefinden. Das betrachtet sie als ihr größtes Glück momentan. Über die Stadt Bitterfeld und deren Entwicklung ist die Chemiefacharbeiterin, die auch als Laborantin in einer Mühle in Saara bis zu ihrer Entlassung zur Wende tätig war, positiv überrascht. „Es hat sich eine Menge getan“, stellt sie mit Freude und voller Erstaunen über die ehemalige Chemieregion und „Dreckschleuder“ fest. Die frühere EU-Rentnerin und jetzige offizielle Rentnerin informiert sich regelmäßig mit Zeitungslesen und liest außerdem gerne kleine Romane. Ach ja, eine größere Reise mit einem Schiff würde sie noch zu gern unternehmen. Mehr wünscht sie sich nicht zum Glücklichsein. Angelika Bock erklärt ehrlichen Herzens: „Ich habe jetzt alles, was ich brauche und – was am wichtigsten für mich persönlich ist: ich fühle mich fit!" Sie will, dass alles so bleibt. So wie es momentan ist, fühlt es sich gut an für sie und ihre Familie.
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