MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Manfred und Else Bley
„Immer durchhalten, nie aufgeben“ heißt ihr Lebensmotto
Bauernweg 19
08233 Treuen OT Pfaffengrün
Fon: 037468 / 7494
Ihr Vogtland ist ihnen Heimat. Etwas anderes kam nie in Frage. Darin sind sich Manfred und Else Bley aus Treuen, Ortsteil Pfaffengrün, bis heute einig geblieben. Das Fest der goldenen Hochzeit haben die Beiden schon im Jahr 2015 gefeiert. Seit 1965 sind sie glücklich miteinander verheiratet, gehen seitdem gemeinsam durch dick und dünn. Das Elternhaus, in dem Else Bley, geborene Stöckel, 1944 das Licht der Welt erblickte, ist bis heute das Zuhause des Ehepaares. Die Eheleute haben einen Sohn (Ronny, geboren 1969, Bankkaufmann) und einen Enkel (Maximilian, 18 Jahre, Gymnasiast). Else besuchte 1950-1958 die Schule und wurde nach der 8. Klasse in der Lederwarenfabrik Pfaffengrün angelernt. Denn eine Lehrstelle gab es damals nicht für die junge Frau. Bis zur Geburt ihres Kindes blieb sie im Betrieb. Danach versorgte sie ihren kleinen Sohn drei Jahre zu Hause, bevor Else Bley in der Stickerei in Hartmannsgrün als Ausbesserin arbeitete. Dafür hatte sie extra umgeschult. Nachdem der Sohn in die Schule gekommen war, machte sie zehn Jahre lang Heimarbeit. Die Ausbesserungsmaschine ihrer Großeltern (der Opa war Sticker) leistete ihr dabei gute Dienste, wie sich Else Bley gerne an diese Zeit erinnert. Es folgten Arbeitsjahre in Stickereien in Falkenstein und Treuen. 2002 war dann Schluss und Else Bley war 32 Monate arbeitslos, bevor sie in Rente gehen konnte. Immer ist sie optimistisch geblieben, hat sich nie unterkriegen lassen, war für alle da. Die Familie ist ihr größtes Glück. Else Bley liebt die Natur, Pilze, den Garten am Haus, hat viele Handarbeiten gemacht und Gardinen für Kunden genäht. „Immer durchhalten, nie aufgeben“, heißt ihr Lebensmotto. Ihr Mann Manfred lässt sich davon anstecken. Er freut sich schon wieder auf den Gänsebraten, den es zu Weihnachten seit 52 Jahren bei Familie Bley gibt. Zusammen mit seiner Else hat er sich zu DDR-Zeiten in der Volkssolidarität und als Gemeindevertreter engagiert. Geboren 1938 in Rotschau, ist Manfred Bley 1944–1952 zur Schule gegangen. Beim Bruder seines Vaters machte er danach eine Lehre zum Schneider. Weil der Onkel ihn nicht dauerhaft beschäftigen konnte, denn es gab nicht genug Arbeit für ihn, arbeitete er später in einer Mühle und einer Täschnerei, um Geld zu verdienen. Er hat immer fleißig für die Familie gesorgt, sagt seine Frau, mit der Manfred Bley mehrere Busreisen, zum Beispiel nach Italien, Österreich und in die Schweiz, unternommen hat. Nach der Wende trat er kurz in die Arbeitslosigkeit und konnte durch eine Übergangsregelung in Rente gehen. Nach seiner Hüft-Operation wünscht sich der Vogtländer, der früher Fußball und Volleyball gespielt hat, noch gute Jahre mit seiner Frau Else. Gesundheit und Frieden in der Familie sind für ihn ganz wichtig.