MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

Gesamte Liste anzeigen

Edda Block

Treue Seele der Firma wie der Familie

Edda Block

Wirtschaftskauffrau
Schönbörnchener Weg 19
08371 Glauchau OT Schönbörnchen
Fon: 03763/ 76027

Aus Glauchau stammt ihr Großvater, der später im böhmischen Neschwitz sesshaft wurde. Doch in Folge des Krieges kehrte die Familie bei der Aussiedlung aus dem zeitweiligen Sudetenland, nun wieder tschechisches Territorium, nach Sachsen zurück. In Neschwitz war sie 1940 als Edda Riegel zur Welt gekommen. Die Eltern arbeiteten in der Textilindustrie. Doch eine Krankheit – schon in Glauchau – nahm der jungen Edda den Vater. Mit einem jüngeren Bruder wuchs sie auf, verbrachte viel Zeit mit den Großeltern, denn die tapfere Mutter musste den Lebensunterhalt für die kleine Familie verdienen. So lernte die kleine Edda – damals noch selten – schon den Kindergarten kennen, besuchte später nach den Unterrichtsstunden den Schulhort. Die ehrwürdige Wehrdigtschule (zu ihren Zeiten Ernst-Thälmann-Schule benannt) absolvierte sie bis zum Abschluss der 8. Klasse 1954. Mit vierzehn Jahren ging es dann schon in die Lehre. Als sie ihre zweijährige Ausbildung als Zwirnerin beim VEB Zwirnerei Sachsenring Glauchau begann, ahnte sie noch nicht, dass diese Firma einmal ihr ganzes Berufsleben bestimmen sollte. Bis zum Renteneintritt mit sechzig Jahren (im Jahr 2000) fand sie hier für sechsundvierzig Jahre ihre Aufgaben. Sie begann im Ausbildungsberuf als Zwirnerin, wechselte jedoch 1959 in die Verwaltung. Angebote, sich beruflich weiterzuentwickeln, nahm sie mit Freude an, scheute keine Mühen. Eine zweijährige Qualifizierung, im Rahmen der Erwachsenenbildung neben der Arbeit absolviert, konnte sie 1974 als Industriekaufmann (heute Wirtschaftskauffrau) abschließen. Der Betrieb produzierte viel für den Export, die Abwicklung dieser Aufträge wurde für Edda Block zur wichtigen Herausforderung. Ihre Leistungen wurden auch anerkannt, als die Zwirnerei nach 1990 privatisiert wurde und als TWG Textilwerke Glauchau GmbH (im Verbund und vielfach vor allem im Auftrag der „Kulmbach Spinnerei“ produzierend) firmierte. Seit 1960 stand mit Alfred Block der Mann ihres Lebens an ihrer Seite. Aus der sechsundfünfzig Jahre währenden Ehe (Alfred Block verstarb im Jahr 2017) ging 1963 Tochter Kerstin hervor, die zwei Enkelinnen zur Familie beisteuerte. Alfred Block arbeitete bis zum Vorruhestand als Schlosser und Schweißer für den VEB Rohrleitungs- und Behälterbau Altenburg. 1976 konnte das Ehepaar (vorwiegend in Eigenleistung) sein Eigenheim in Schönbörnchen errichten. Besuchten sie anfangs mit Freude im Urlaub die Ostseeregion (ein PKW Marke „Trabant“ erwies sich seinerzeit als großer Fortschritt), wurde später die bayrische Bergwelt zum geliebten Reiseziel.
Gesamte Liste anzeigen

  • Der Verlag
  • Gesichter der Regionen
  • VWM-Info
  • Menschen und ihre Gesichter
  • Suche
  • Ihre Empfehlung
  • Unser Anliegen
  • Kontakt
  • Impressum
  • Datenschutz