MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Dipl.-Ing. Roland Bissot

Kein glatter Weg zum Erfolg

Roland Bissot

Franzstr. 116 a
06842 Dessau-Roßlau
Fon: 0340 / 2304899

Im rheinischen Land, in Krauthausen bei Düren, erblickte Roland Bissot 1938 die Welt. Der Sohn eines Anwalts kam 1941 mit der Familie nach Ostpreußen. 1944 wurden sie evakuiert. Der Vater blieb im Krieg vermisst. In Mitteldeutschland, Magdeburger Börde, fanden seine Mutter Hildegard, die als Fürsorgerin eine neue berufliche Herausforderung bestand, seine Schwester und der junge Roland Aufnahme. Er besuchte die Grundschule in Ivenrode, dann die Zentralschule in Bregenstedt und legte 1956 in Haldensleben das Abitur ab. Sein Studium des Maschinenbaus an der Technischen Hochschule Magdeburg blieb vorerst unvollendet, da nicht alle Prüfungen erfolgreich abgelegt werden konnten. Gleichwohl verpflichtete ihn 1959 der VEB Zementanlagenbau Dessau (ZAB) als Konstrukteur. An der Abendschule erwarb er noch den Abschluss als Ingenieur, konnte im Fernstudium aber wieder an der Magdeburger Hochschule sein Wissen erweitern und 1967 das Diplom ausgehändigt bekommen. Seitdem durfte er Kenntnisse und Erfahrungen bis 1992 im Werk einbringen, ab 1971 als Konstruktionsleiter für Mühlen und ab 1986 als Chefkonstrukteur. Die hier projektierten Anlagen gingen hauptsächlich ins Ausland, in die Länder des Ostblocks und vor allem auch in Entwicklungsländer des Nahen Ostens und Nordafrikas. So gehörten auch internationale Dienstreisen zu seinen Aufgaben. Als er 1991 als Chefkonstrukteur abgelöst wurde (man lastete ihm zu viel frühere Staatsnähe an), wirkte er im Vertrieb, fand aber 1992 neue Aufgaben bei der Gebr. Pfeiffer AG in Kaiserslautern. So blieb er in der Branche, zog mit seiner Frau in die Pfalz und war als Kundenberater nun ständig unterwegs. Als er 2002 in den Ruhestand ging, zogen sie wieder nach Dessau, er kümmerte sich um seine erkrankte Frau Inge (Heirat 1968, verstorben 2005. Zu ihren drei Kindern, die sie mit in die Ehe brachte, kam 1969 der gemeinsame Sohn Rainer zur Welt). Roland Bissot war noch einige Jahre freiberuflich als Berater für Aufbereitung tätig. Seit 2012 arbeitet Roland Bissot ehrenamtlich im Technikmuseum „Hugo Junkers“ Dessau, baute die Dauerausstellung „Industriegeschichte Dessau – Zementanlagen seit 1886“ auf, die im August 2014 eröffnet werden konnte. Fast acht Lebensjahrzehnte, viele Auslandsreisen im Berufsleben und später auch im Ruhestand, prägten sein humanistisches Weltbild und seine soziale Grundhaltung. Die engagierte Arbeit für die Gestaltung des Technikmuseums und regelmäßige Treffen mit ehemaligen Kollegen des ZAB und der Fachschaft Mahltechnik der einstigen „Kammer der Technik“ füllen seinen Lebensabend aus.
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