MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Christine Birnbaum
Tanz durchs Leben
Kindergärtnerin
Landmaschinenreparaturschlosser
Am Burgberg 2
04774 Dahlen
Noch immer pflegen Christine Birnbaum und ihr heutiger Lebenspartner die Freude am Tanzen. Zwei Mal im Monat genießen sie in Oschatz die Gelegenheit, die Beine in Schwung zu halten.
Geboren wurde sie als Christine Gnaucke 1944 in Steinigtwolmsdorf im Lausitzer Bergland. Ihre Mutter starb, als sie sechs Jahre alt war, sie wuchs erst mit zwei Geschwistern bei der Großmutter auf, ehe eine glückliche Fügung ergab, dass sie bei Adoptiveltern noch eine wunderbare Kindheit erleben durfte. Die Schule besuchte sie 1950 bis 1958 in Ringenhain, dann absolvierte sie eine Wirtschaftsklasse, ehe die sorbische Fachschule in Radibor bei Bautzen (zuvor hatte sie Kurse in der Sprache der Sorben besuchen können) ihr die Möglichkeit gab, ihren Traumberuf Kindergärtnerin zu erlernen. Während der Ferien in Schmannewitz (Dahlener Heide) hatte sie ihren späteren Mann Gerhard Birnbaum kennengelernt, 1963 wurde geheiratet, so dass es sie nun ins Mittelsächsische zog. Ein Jahr zuvor arbeitete sie in Kleinwelka, ab 1965 in einem Dahlener Kindergarten. Diese Einrichtung mit durchschnittlich 70 Kindern wurde ihre Aufgabe für nun viele Jahre, in denen ihr auch später die Leitung anvertraut wurde, bis diese geschlossen wurde. Danach arbeitete sie weiter als Erzieherin. Ihr Mann, Maurer von Beruf, konnte 1965 eine alte Scheune in Dahlen zum Familiendomizil ausbauen, das noch heute, ihr Mann verstarb 2012, ihr Zuhause ist. Kurz vor ihrem Gatten verstarb die Frau von Horst Hennig. Bei den Besuchen auf dem Friedhof lernten sich die beiden jüngst Verwitweten kennen, gehen heute gemeinsam durchs Leben, schwingen hin und wieder das Tanzbein. Zwei Söhne (1963 und 1969) entstammen der Ehe von Christine und Gerhard Birnbaum, vier Enkel, inzwischen auch schon Urenkel sind hinzugekommen.
Der heutige Lebenspartner Horst Hennig kam 1938 im nahen Meltewitz zur Welt, verlor noch im 1. Lebensjahr den Vater beim militärischen Einsatz. Zwei Jahre besuchte er in Meltewitz die Schule, dann in Börln. Beim örtlichen Handwerksmeister wurde er zum Landmaschinenschlosser ausgebildet, arbeitete danach elf Jahre in dieser Werkstatt. 1962 hatte er seine Frau Brigitte geheiratet, doch wenig später wurde er noch zum Wehrdienst verpflichtet. Danach wurden zwei Töchter geboren und eine Enkeltochter kam hinzu. 1965 fing er beim Aufbau des gerade abgebrannten Sägewerks an, das 1966 den Betrieb aufnehmen konnte und über 33 Jahre bis zum Renteneintritt 1998 seinem beruflichen Wirken erfüllte Zeit ermöglichte.