MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Heinz Bischoff

Von Einsatzfreude getrieben

Heinz Bischoff

Angestellter der Gemeindeverwaltung Rüdersdorf bei Berlin
Vorstandsvorsitzender des Rüdersdorfer Rudervereins Kalkberge
Seestraße 13
15562 Rüdersdorf
Internet: www.ruedersdorfer-ruderverein.de

Heinz Bischoff weiß zu berichten: „Sport ist nicht alles!“ Die Gestaltung seines privaten wie beruflichen Werdeganges hatte immer Priorität. Dennoch nahm und nimmt Sport großen Raum ein. Geboren am 05.10.1949 in Scharnikau/Polen, gelangte er als einer der letzten Vertriebenen in seine neue Region. Besonders an einer Wissenschaft interessiert, ließ er sich am Chemiewerk Coswig zum Chemiefacharbeiter ausbilden und begann als Werkstoffprüfer am Rüdersdorfer Zementwerk. Als Ruderer wurde er für die Weiterentwicklung des Sportvereins mit damals über 400 Mitgliedern oft frei gestellt. Seit 1961 Mitglied der BSG Aufbau, war diese damals bereits Trainingszentrum. Trägerbetrieb war das Zementwerk. Der Deutsche Turn- und Sportbund ermöglichte Heinz Bischoff an der Deutschen Hochschule für Körperkultur und Sport Leipzig ein Sonderstudium zum Trainer. Als solcher wurde er 1978 fest beim DTSB eingestellt. Bereits vor seinem Studium selbst aktiv, vorwiegend Steuermann der 4er und 8er, gestaltete er u. a. den Endlauf der 1. Spartakiade 1966. Schon im Zementwerk gehörte Heinz Bischoff dem Vereinsvorstand an, war Mitglied der BSG-Leitung, des Fachausschusses Frankfurt/Oder sowie der Regatta-Kommission des DRSV. Auf Talentsuche begab er sich regelmäßig an Schulen und war immer von Einsatzfreude getrieben. Mit der Wende blieb ihm nichts anderes übrig, als das Licht auszuknipsen und alles dem Ruderverein zu übergeben. Die Folgezeit überbrückte Heinz Bischoff mit einer Umschulung zum Fahrlehrer, brachte jungen Menschen 1 1/2 Jahre lang das Autofahren bei und fand nochmals eine persönlich bereichernde Herausforderung. Seit 1993 Sachbearbeiter beim Ordnungsamt der Gemeindeverwaltung, ist der Aufgabenbereich breit gefächert. U. a. forscht er nach Angehörigen, bearbeitet Bußgelder oder übernimmt gemeinsam mit der Polizei Streifendienste. Mitglied des Sportvereins blieb er natürlich und wurde 2004 zum Vorstandsvorsitzenden des fast 100jährigen Rüdersdorfer Rudervereins Kalkberge gewählt, der zum Landesstützpunkt des Landesverbandes Brandenburg avancierte. Seine Ehefrau Helga war für ihn im persönlichen wie sportlichen Leben eine tolle Partnerin, immer unterstützend, immer anspornend, immer Rücken frei haltend. Da sie auch Mitglied im selben Verein ist konnte sie seine Begeisterung für den Sport verstehen und teilen. Pokale aus 98jähriger Sportgeschichte sind zu bewundern. Der erste gesamtdeutsche Meister kam aus dem Verein ebenso wie die Weltmeisterin im Doppelvierer 2011. Julia Richter gewann die Silbermedaille im Doppelvierer 2012 in London. Heinz Bischoff, Ehemann und zweifacher Vater, hofft auf große Erfolge, talentierten Nachwuchs und auf die nächsten 100 Jahre eines erfolgverwöhnten Vereins.
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