MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Otto Bock

Tor zum innerlichen Durchschreiten

Otto Bock
Bildhauer

Adalbertstr. 82b
10997 Berlin
Fon: 030 / 6154827

Ungefähr alle zehn Jahre ändern sich Lebensstationen. So ist es zumindest bei ihm. Jetzt wohn er in der Hauptstadt und erschafft Portale, Öffnungen nach nebenan oder ins Unbekannte. Oder in beides zugleich. Otto Bock stammt aus Niedersachsen, geboren wurde er 1944 in Dörpe. Schon als Kind und Jugendlicher hat er gern gezeichnet und gemalt. So studierte es in Berlin an der Hochschule der Künste Grafikdesign, und entwickelte dabei eine andre Vorliebe, in der er sich autodidaktisch bildete und die bis zum heutigen Tag sein künstlerisches Wirken bestimmt. Er nennt sich Bucco und ist Bildhauer. Seine Portale entstehen als Thema mit Variationen. Sie entwickelten sich aus Statuetten und zeigen sich dem Betrachter als Synthese aus Figürlichem und Abstraktem. Die Materialien sind Bronze, wobei Modelle in Gips vorausgehen, oder weißer Marmor, den er aus Italien bezieht. Jahrelang hat er dort gearbeitet. Er hat die Weichheit dieses Steins entdeckt, die Weichheit, aus der heraus er formen kann, um Verinnerlichung auszudrücken. Hier kommt wieder der Betrachter ins Spiel. Was entnimmt er angebotene Ideen, wie findet er die eigene Interpretation? Bildhauer Bucco freut sich, wenn er miterlebt, wie einer sich cor seinen Werken gleichsam öffnet. Und natürlich kam er selbst als jemand, der Öffnungen, Tore erschafft, auch nicht am Brandenburger Tot vorbei. So bringt er nicht allein sein Inneres nach außen, sondern schöpft auch aus der bereits erschaffenen Welt. Er zieht so Großes ins Nahe, auch Erwerbbare für für potentielle Käufer. Seit Beginn der 70er Jahre stellt er seine Kleinplastiken aus, in Berlin und in München, in Dänemark und in der Schweiz, gemeinsam mit anderen Künstlern. Einzelausstellungen gibt es für ihn seit 1978, oft in Berlin, ein Mal sogar in Paris. Und dabei zeigt er auch mach Zweidimensionales: Computergrafiken, Fotomontagen. Sehr befruchtend findet er die Gemeinschaft mit anderen Künstlern, in dem Künstlerhaus, in dem er wohnt und wirkt. In den privaten Räumen herrscht bei ihm der Marmor. Das tut jedem Besucher wohl kund, dass Otto Bock alias Bucco seinem Werk einen großen Raum gibt, dass für ihn Leben Schöpfung bedeutet. Lieb und wert ist ihm der Austausch im Verein Berliner Künstler und im Bildhauerverein oder ein Pausengespräch im Café. Daheim skizziert er, hört Musik, am liebsten Mozart. Viele Musiker und Maler der Vergangenheit sind für ihn Antrieb und Vorbild.
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