MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Cornelia und Günther Petzke

Wechselfälle des Lebens

Cornelia und Günther Petzke

Laborantin
Landmaschinen-Traktoren-Schlosser
Hausdorfer Str. 50
09557 Flöha

Als Cornelia Liedtke wurde sie 1958 in Guteborn (Oberlausitz) geboren. Die Tochter eines Monteurs wuchs dann im nahen Ruhland auf, wo ihre Mutter für das städtische Wasserwerk verantwortlich war. Dort, abseits der Stadt, hatten sie auch eine Dienstwohnung. So fuhr die junge Cornelia schon in den Kindergarten mit dem Fahrrad, später so auch zur Schule, zur Lehre, zur Schichtarbeit. Nach zehnjährigem Schulbesuch in Ruhland, 1975 abgeschlossen, nahm sie eine zweijährige Lehre als Laborantin im VEB Synthesewerk Schwarzheide auf. Sie blieb in diesem Betrieb, bis es 1980 nach Flöha ging, denn dort wartete der Mann ihres Lebens (Heirat 1981) auf sie. Im benachbarten Erdmannsdorf war eine Forschungsinstitution für Vliestextilien angesiedelt, in der sie ihrem Beruf nachgehen konnte. Beim Wechsel zum Textilbetrieb VEB Plauener Spitze in Flöha sattelte sie auf kaufmännische Aufgaben um, die sie später auch beim VEB Kraftverkehr wahrnahm. Zuletzt kümmerte sie sich um die Pausenversorgung der Mitarbeiter einer großen Autowerkstatt, die jedoch mit dem Ende der DDR 1990 ihr keinen Arbeitsplatz mehr geben konnte. Seitdem kamen auf Cornelia Petzke nur bescheidene Aufgaben, kleine Jobs, teils sinnlose Weiterbildungen zu. Günther Petzke stammt aus Kühnhaide an der Sächsisch-Tschechischen Grenze. Hier kam er 1951 zur Welt. Seine Eltern hatten zwar Kinder aus ihren jeweils ersten Ehen, doch der junge Günther wuchs weitgehend wie ein Einzelkind auf, zumal sich der Vater von der Familie trennte, als Günther zehn Jahre alt war. Doch so wurde er zeitig selbständig. Die 10. Klasse schloss er 1969 in Flöha ab, da wohnten sie schon sechs Jahre in dieser Stadt. Neben der Schule, später der Lehre bestimmte der Sport das jugendliche Dasein von Günther Petzke, der anfangs im Fußball, dann lange, bis zu einem Sportunfall, der eine weitere Karriere verhinderte, im Handball aktiv war. Nach der Lehre als Landmaschinen-Traktoren-Schlosser rief die Armee zum anderthalbjährigen Pflichtdienst nach Leipzig. Nach seiner Rückkehr in die Heimat wurde er vom Ministerium des Innern für den Strafvollzug geworben, vier Jahre erfüllte er diesbezügliche Aufgaben im damaligen Karl-Marx-Stadt. Da engagierte er sich schon in der Jugendkulturarbeit seines Wohnsitzes Flöha, so dass er 1980 in die Abteilung Kultur des Rates der Stadt wechselte. Nach kleinen Zwischenstationen ab 1988 begann er, durch das Ende der DDR-Strukturen bedingt, als Außendienstmitarbeiter vor allem im gehobenen Getränkehandel, legte dafür beim Deutschen Weininstitut eine Fachkundeprüfung ab. Eine zwischenzeitliche Aufgabe im Versicherungsgewerbe war wenig erfolgversprechend, so dass er sich bald wieder dem Weinvertrieb widmete. Die Familie wird durch die 1982 geborene Tochter Lydia und ein Enkelkind glücklich ergänzt.
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