MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Peter Pfannschmidt

50 Jahre Berufsleben und ein Stammplatz im Fußball-Stadion des FC Carl Zeiss

Peter Pfannschmidt

mit Enkeln
Diplomingenieur (FH) für Feinwerktechnik

Theodor-Fontane-Weg 6

07751 Jena / OT Wogau

Sein ganzes Leben hat er sich den verschiedensten Herausforderungen gestellt. Der Sport, erst das Turnen, dann der Fußball, waren dabei eine gute Schule für Disziplin, Ehrgeiz und Zielstrebigkeit. Peter Pfannschmidt, geboren 1942 in Jena, verheiratet seit 1963 mit Ingrid (ein Sohn, Kai, geboren 1965, vier Enkel), griff schon als Junge nach den Sternen. Die Mutter war ihm Vorbild. Alleinerziehend hatte sie ihn und seinen jüngeren Bruder Erich durchzubringen, denn der Vater kehrte nicht aus dem Krieg zurück und gilt bis heute als verschollen. 1949 in Jena-Winzerla eingeschult, begann Peter Pfannschmidt 1957 in einer Sonderklasse bei Zeiss eine Lehre als Elektromechaniker. Nach bereits zweieinhalb Jahren erhielt Peter Pfannschmidt seinen Facharbeiterbrief. „Das war ein toller Moment, die Lehre ein halbes Jahr früher abschließen zu dürfen“, blickt der heutige Diplomingenieur (FH) für Feinwerktechnik zurück. Als Brigadier in einer Elektrogerätemontageabteilung wurde er am 20. Februar 1964 als jüngster Auslandsmonteur nach China geschickt. Peter Pfannschmidt arbeitete hier in Peking und Nanking beim Aufbau von Spiegelteleskopen – „als parteiloser Reservekader“. Am selben Tag sollte er eigentlich zur Armee eingezogen werden, seine Firma bekam Riesenprobleme. Nach einem guten halben Jahr zurückgekehrt, hatte sich der damals 21-Jährige dort eine asiatische Gelbsucht eingefangen. Drei Monate Klinikaufenthalt folgten und die Armee musste ihn ausmustern. Er empfand dies als „Pazifist“ wie einen Lottogewinn. Bis 1968 blieb Peter Pfannschmidt in der Gerätefertigung und wechselte dann in das Forschungszentrum von Zeiss. Hier leitete er eine Musterbauwerkstatt mit Lehrlingsausbildung. Die Wissenschaftler hatten in Peter Pfannschmidt einen Fachmann gefunden, der ihre Ideen praktisch umsetzte. 1970 absolvierte er ein fünf Jahre dauerndes Fernstudium an der Ingenieurschule für Feinwerktechnik. Die Wende brachte Umstrukturierungen, das Forschungszentrum wurde aufgelöst und in verschiedene Bereiche der Jenoptik/Zeiss integriert. Peter Pfannschmidt arbeitete jetzt als Produktionsingenieur in der Automatisierungstechnik, leitete dort eine Gruppe von mehreren Spezialisten für Musterbaufertigung und Produktionsüberführung. Ende 1999 stellte er sich der Herausforderung, in Zusammenarbeit mit der Münchener Firma „Simons Voss“ (SV) elektronische Schließsysteme zu produzieren. Damit endete nach 43 Jahren seine Betriebszugehörigkeit bei Carl Zeiss / Jenoptik und er fand in der Aufgabe als Betriebsleiter der Fertigung von SV eine neue Zielsetzung. Dabei trug er entscheidend dazu bei, dass sich das zertifizierte Unternehmen bis zu seinem Renteneintritt 2007 zum Weltmarktführer entwickelte. Schon als Rentner absolvierte er noch zwei Dienstreisen in die USA und Kanada. Danach stand Peter Pfannschmidt einer weiteren Gründung des Eigners von SV - der Waffensicherungsfirma „armatix“, noch zehn Jahre als Berater zur Seite. Heute hat er als langjähriger ehemaliger Fußball-Funktionär im Ehrenamt einen Stammplatz im VIP-Bereich des Ernst-Abbe-Sportfeldes von Carl Zeiss Jena. „Goldener Fußball“ heißt die höchste Auszeichnung, die auch der frühere Übungsleiter, technische Leiter Nachwuchs und langjähriger Pressesprecher erhalten hat. Mit seiner Frau (beruflich bei Zeiss und im Jugendamt Jena tätig gewesen), hat er bereits goldene Hochzeit gefeiert und will nach 50 Jahren Berufsleben noch schöne gemeinsame Jahre bei möglichst guter Gesundheit in Familie verbringen.
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