MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Peter Pfefferkorn

Gastronomie in die Wiege gelegt

Peter Pfefferkorn

(mit Ehefrau Monika und Bild vom ehemaligen Gasthof Lützschena)*
Gastronom i.R.
04347 Leipzig

(* Fotograf Armin H. Kühne, Leipzig)

Mit Liebe zum Beruf kochte sich Peter Pfefferkorn, geboren am 06.10.1938 in Leipzig, in die Herzen der Gäste. Seit 1996 im Ruhestand und seit 2001 Altersrentner, kochen er und Ehefrau Monika noch immer gerne zusammen. In Gaststätten zu speisen ist für sie unvorstellbar und wenn ihre Lieblingsgerichte – Eintöpfe und Fischvariationen – im Topf brodeln, läuft das Wasser im Munde zusammen. Peter Pfefferkorn wuchs in der Gaststätte seiner Eltern, der altehrwürdigen „Gohliser Mühle“ auf, in welcher selbst Friedrich Schiller gespeist haben soll. Nach dem Tod des Großvaters Otto übernahm Vater Erwin den Betrieb. Mutter Franziska – gelernte Köchin - hatte es besonders in Nachkriegsjahren schwer, ihre Gäste zu verwöhnen. Doch sie konnte aus Nichts was machen und servierte u.a. Hackepeter, illustre Brote, Nierchen, Gulasch, Kalbsleber mit Kartoffelsalat. Diese Leidenschaft legte sie ihrem Sohn in die Wiege, für den klar war, ebenfalls den Beruf des Kochs zu ergreifen. Sein Studium führte von 1956/59 an die Hotelfachschule Leipzig, welches er als Fachwirt für Gastronomie beendete. Als Absolvent durchlief er bei der HO verschiedene Stationen, übernahm 1960 das Kulturhaus mit Restaurant in Lützschena, zeichnete verantwortlich für Personal, Management, Abrechnung, Lehrausbildung und kochte natürlich selbst. Alles machte Freude und seine zufriedenen Gäste konnten ihm Lust und Liebe am Gesicht ablesen. Das 1818 erbaute Objekt bot insgesamt 400 Personen Platz, die in Hochzeiten von bis zu 15 Kellnern bedient wurden. Dieser „alte“ Gasthof – eine ehemalige Ausspanne mit Übernachtung - avancierte zum kulturellen Zentrum der Gemeinde, bestach durch Wochenendveranstaltungen und war auch als Ausflugslokal immer randvoll. Ehefrau Monika, die 1973 als Studentin im Gasthof Lützschena logierte, übernahm später die kalte Küche und kümmerte sich um Abrechnungen. 1980 gab das Ehepaar die Gaststätte auf, weil die Betreuung ihrer Tochter nicht mehr gewährleistet war. Peter Pfefferkorn arbeitete in der Lehrlingsausbildung im Forsthaus Raschwitz sowie bis zur Wende als Technologe in der HO-Verwaltung Leipzig. Mit der Wende übernahmen die Eheleute, den Gasthof Lützschena nochmals privat, bis er 6 Jahre später einer baupolizeilichen Zwangsschließung unterzogen wurde. Pfefferkorns sind die Mitbegründer des Kochkunstverein zu Leipzig 1884 e. V. Beide sind Mitglied im Verband der Köche Deutschlands, des Alte- Leipziger- Gastronomen Clubs sowie des Gosenvereins der Gosenschenke. Ehefrau Monika arbeitet noch heute in der Hotellerie und gehört dem Prüfungsgremium der IHK an.
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