MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Karl-Heinz und Helga Peter

Keine Feinde, kein Zank, kein Streit

Karl-Heinz und Helga Peter

Landwirte
16356 Ahrensfelde OT Eiche Süd

Harmonie in der Familie, mit den Freunden, den Nachbarn, den Kollegen war Helga und Karl-Heinz Peter immer eine wichtige Basis, auf der sie ihr Leben gestalten konnten. Frau Helga kam in Mittel Driebitz (Kreis Fraustadt / Niederschlesien) 1932 zur Welt. Zwölf Jahre war sie alt, als 1945 die Flucht vor der nahenden Front erst ins sächsische Mülsen St. Jacob, dann zur Tante nach Suhl führte, ehe der aus Gefangenschaft heimgekehrte Vater in Mittenwalde (Uckermark) eine Neubauernstelle übernehmen konnte. So hieß es schon früh, im Stall, auf dem Feld mitzuarbeiten, anstatt nach den acht Jahren Grundschule einen Beruf zu erlernen. Auch nach ihrer Heirat 1952 arbeitete sie in der elterlichen Landwirtschaft, ehe sie mit ihrem Mann 1967 nach Berlin-Marzahn zog, wo sie in der Gemüseproduktion einer Gärtnerei neue Aufgaben fand. Mit dem Umzug nach Eiche Süd widmete sie sich eigenen Feldern, baute Schnittlauch, Petersilie, Chicorée an, zog bis zu 7.500 Tomatenpflanzen. Zum Reich von Karl-Heinz und Helga Peter gehörten auch Tiere wie Schafe, Pferde, die Fohlenzucht. Zwei Töchter (1952 und 1957), ein Sohn (1954) erweiterten die Familie, der inzwischen fünf Enkel und neun Urenkel zugewachsen sind. Beim Stricken für die Enkel ist Helga Peter noch immer fleißig wie in ihrem ganzen Leben. Karl-Heinz Peter ist Jahrgang 1933, geboren in Templin. Die uckermärkische Heimat mit dem Bauernhof der Eltern und dem achtjährigen Besuch der Volksschule in Haßleben prägte auch ihn. Nach dem Facharbeiterabschluss als Agrotechniker arbeitete er erst in der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft (LPG) von Mittenwalde, dann als Auslieferungsfahrer im Frischedienst für eine Gärtnerische Produktionsgenossenschaft (GPG). In Marzahn wurde er Kraftfahrer beim Rat des Stadtbezirkes und später im Gesundheitswesen für den Hygienedienst und den Seniorenbereich. Als nach 1990 Arbeitslosigkeit drohte, fand er in der Auslieferungsabteilung des Berliner Abendblattes Beschäftigung, wirkte danach als Hausmeister bis zu Altersübergang und Rente. Die gemeinsamen Silvesterfeiern seit 19 Jahren mit Familie und Kollegen, die Ausfahrten zu Ostern wurden wichtige Fixpunkte in beider Ruhestandsleben.
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