MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Guntram Penker

Ein viel beschäftigter Mann, der hohes Ansehen erwarb

Guntram Penker

Kfz-Handwerker i. R.
08451 Crimmitschau

Hobbys braucht jeder. Der vielseitig Interessierte hat gleich mehrere davon, die ein wenig zu Berühmtheit, doch ebenso zu innerer Erfüllung beitragen. Beispielsweise drechselte er von 1980–1989 in jeder freien Minute und dies nicht nur für den Eigenbedarf. Seine fein gearbeiteten Stücke wurden ihm beim Verkauf förmlich aus der Hand gerissen. 1964 trat Guntram Penker, geboren am 24.06.1949 in Frankenhausen, als Hundeführer in die Jagdgemeinschaft ein. Er führte sehr gute Dackel als Jagdgebrauchshunde. Großvater war renommierter Förster und vererbte gewisse Gene an seinen Enkel. Von 1964–1984 gehörte er als Leistungsschütze im Tontaubenschießen dem Leistungszentrum Lauterbach an und fungierte als Übungsleiter. In diesem Rahmen wurde er von der Nationalmannschaft angefragt. Doch sein Vater war Österreicher und er hätte seine österreichische Staatsbürgerschaft verloren, was er nicht wollte. Für seinen größten Bekanntheitsgrad sorgt allerdings die Fotografie. Er war Mitglied des Kunstvereins Kulmbach, dem meist prämierten Verein Deutschlands. Guntram Penker hält Landschaften, vordergründig jedoch Blumen, für die Ewigkeit fest, brilliert mit Makroaufnahmen und erwarb insbesondere durch Doppelbelichtungen hohes Ansehen. Beruflich folgte er nicht den Spuren der Eltern, welche sich dem Gemüseanbau verschrieben hatten und Marktverkauf betrieben. An einer Privatfirma ließ er sich zum Kfz-Handwerker ausbilden, leistete Armeedienst und kehrte bis 1973 an diese Firma zurück. Anschließend arbeitete er mit kurzer Unterbrechung als Werkzeugmacher als Betriebshandwerker an der Kammgarnspinnerei Crimmitschau und avancierte 1986 am Verpackungsmittelwerk Crimmitschau zum Fuhrparkleiter. Wendebedingt ging diese Ära 1993 zu Ende. Zwei Jahre war er als Handelsvertreter für Bauelemente in Selbstständigkeit tätig, nutzte Angebote des Arbeitsamtes, war von 1997–2000 im Obstbau beschäftigt und ging 2001 ein Anstellungsverhältnis im Kundenservice für Autoglasscheiben ein. Nach einem Jahr lief leider seine Förderung aus und fortan unterstützte er seine Mutter im Gemüseverkauf. Stets viel beschäftigt, erbaute sich Guntram Penker von 1982–1984 sein Eigenheim. Den Rohbau erstellte er in lediglich sieben Wochen und trotz permanentem Materialmangel wurde sein Häuschen ein Schmuckstück. Darüber hinaus wurde er 1994 zum Mitbegründer der Sportgemeinschaft Frankenhausen und gehörte lange dem Vorstand des einstigen Traditionsvereins an, der in erster Linie für erstklassiges Eishockey stand und 1960 aufgelöst wurde. Er führte den Verein 21 Jahre. Guntram Penker ist Vater dreier Söhne, welche der nächsten Vernissage des Vaters sicher entgegen fiebern. Und wieder werden seine einzigartigen blütenreichen Makroaufnahmen das Auge des Betrachters verzaubern.
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