MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Manfred Pennewitz

Die zeitweilige Abwesenheit von Unglück

Manfred Pennewitz
Graveurmeister

Marktstraße 9
99423 Weimar
Fon: 03643 / 850217

In der Handgravur ist nicht nur seine persönliche Stärke zu finden, zeitgleich lieferte sie die professionelle Basis eines außergewöhnlichen Künstlers der Heraldik, der Wappenkunde. Geboren wurde Manfred Pennewitz am 10.11.1942 in Erfurt. Schon früh interessierte er sich für Kunst und Kupferstiche. So nimmt es nicht wunder, dass eine dreijährige Ausbildung zum Graveur – abgeschlossen mit Prädikat „Sehr gut“ – nach der Volksschule schon beinahe zwangsläufig folgte. Am 27.01.1966 hielt er den Meisterbrief in den Händen und machte sich am 1. September gleichen Jahres selbstständig. Bis zur Wende fungierte Herr Pennewitz über viele Jahrzehnte als stellvertretender Obermeister des Bezirkes Erfurt. Spezialisiert auf Handgravuren, eröffnete sich nach der deutschen Einheit die enorme Chance, sein Tätigkeitsfeld über ganz Deutschland ausweiten zu können und gleichzeitig seine Zielgruppe – Menschen, die handwerkliche Qualität in dem selten gewordenen Bereich der Handgravierungen zu schätzen wissen – zu erweitern. Im Wesentlichen nutzt der deutsche, zwischenzeitlich sogar der europäische Adel – und meist alteingesessene bürgerliche Familien – seine kunst- und stilvoll erstellten Wappen. 14-jährig begann der Meister seines Faches mit der Ausbildung. Dass ihm bei jahrzehntelanger Erfahrung jedes Detail und jede noch so kleine Finesse in Fleisch und Blut übergegangen ist, verwundert nicht, und so sorgt die außergewöhnliche Güte seiner Kreationen für immer größer werdende Klientel. Höchste Konzentration ist dabei allerdings unabdingbar. Telefonisch Aufträge entgegennehmend, kennt er seine Kunden kaum persönlich. Wer jedoch einmal von seinen Schöpfungen Gebrauch gemacht hat, kommt immer wieder und empfiehlt weiter. Jahrhunderte alte Heraldik kommt beim Komponisten schönster Wappen aktuell bei 40-teiligem Tafelsilber für einen Fürstenhaushalt zu perfekter Umsetzung. Ebenfalls entspringen der Werkstatt himmlische Hochzeitstabletts mit bis zu 60 Wappen und eventuell dazu gehörenden Rangkronen. Ausgeübt werden Gravuren mit Sticheln, die das Metall per Handkraft spanabhebend bearbeiten und sämtliche Silberwaren noch in entscheidendem Maße veredeln. Anruf genügt! Freie Stunden teilt der Experte mit Ehefrau und zwei Töchtern. Und persönliches Heil definiert Herr Pennewitz mit den Worten Schopenhauers: „Glück ist die zeitweilige Abwesenheit von Unglück!“ Möge selbige für ihn lange währen.
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