MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Elke Peter

Grenzen aufbrechen

Elke Peter
Heimleiterin, Erzieherin, Betreuerin

Dietrich-Bonhoeffer-Straße 43
06712 Zeitz

Von großem Respekt, den sie dem harten Schicksal geistig behinderter Kinder entgegenbringt, schreibt die junge Assistenzärztin Maria Montessori. Doch auch von der Liebe, die diese Kinder „in jedem wecken, der ihnen nahekommt“. Elke Peter versteht diese Liebe. Sie hat sie selbst Jahrzehnte empfunden. Und weitergegeben. In Eckartsberga kommt sie 1941 zur Welt. Eine landwirtschaftliche Ausbildung war ihr Beruf zweiter Wahl. Denn Elke Peter interessierten die Menschen. Ab 1963 arbeitet die „Staatlich geprüfte Landwirtin“ in Naumburg. Sie wird pädagogische Mitarbeiterin in der Station junger Naturforscher und Techniker. Nach einem vierjährigen Fernstudium erhält Elke Peter eine Anstellung als Assistentin in der Jugendherberge von Eckartsberga Sie lernt hier ihren Mann Werner kennen. Einen Witwer, Vater zweier Kinder. Sohn Axel hatte nun zwei Geschwister. 1967 zieht Elke Peter mit ihrem Sohn nach Zeitz. Das Heim für geistig behinderte Kinder „Paul Wegemann“ stellt Elke Peter als Erzieherin ein. Sie sei überglücklich gewesen, erzählt sie. „Diese Arbeit machte ich so gern, dass ich alle Möglichkeiten zur Qualifizierung nutzte.“ 1974 übernimmt sie die Heimleitung. Der Umgang mit behinderten Kindern erfordere Geduld, Verständnis und Güte, so Elke Peter. Auch gelte es, Grenzen zwischen Menschen mit und ohne Behinderungen aufzubrechen. Um eine enge Zusammenarbeit mit dem Jugendamt und den Schulen habe sie sich stets bemüht, betont die Heimleiterin. Gemeinsames Anliegen sei die individuelle Förderung jedes Kindes gewesen. Nach dem 60. Geburtstag ihres Mannes will Elke Peter kürzertreten. Sie arbeitet nun wieder als Betreuerin. In den 90er Jahren geht die Einrichtung neue Wege. Wohngruppen mit familienähnlichen Strukturen werden gegründet. Elke Peter betreut fünf Kinder in einer Außenwohngruppe. 1994 erleidet sie einen schmerzlichen Verlust. Ihr Mann Werner stirbt. Mehrere Auszeichnungen sprechen für das große Engagement von Elke Peter, die auch mit 54 Jahren das Lernen nicht aufgibt und Volkshochschulkurse besucht. Nun im Ruhestand, hat sie Zeit für Reisen und Handarbeiten. Und für die Familie, die gewachsen ist. Um vier Enkel und einen Urenkel. „Ich habe für das Kinderheim gelebt. Das war meine Berufung“, meint Elke Peters. Zu ihren ehemaligen Schützlingen hält sie engen Kontakt, hilft, wenn sie gebraucht wird. Es wärmt ihr das Herz, schlägt ihr das entgegen, was diese als Kinder von ihr erfahren haben – Liebe und Achtung …
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