MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Eva-Maria und Rudolf Perlitius
Was sich neckt, …
Examinierte Krankenschwester
Dipl.-Ing. für Landtechnik
Oberranschützer Weg 4
04720 Döbeln
Eva Maria Perlitius wurde am 14.12.1936 in Herrnhut/Oberlausitz geboren. Aufgewachsen mit ihrer jüngeren Schwester, genossen die Mädchen ihre Kindheitstage und schon im zarten Alter von nur sieben Jahren sah Eva Maria ihre Zukunft klar vor Augen. Krankenschwester wollte sie werden.
Nach Beendigung der Schule absolvierte sie eine Wirtschaftslehre, besuchte im Anschluss die Schwesternschule in Leipzig und legte 1955 das Staatsexamen ab. Diese Schwesternschule besuchte sie übrigens gemeinsam mit ihrer späteren Schwägerin.
Den Einstieg ins Berufsleben fand Eva Maria Perlitius in Technitz. Zwei Jahre lang arbeitete sie in Bernau und ging im Anschluss ans Krankenhaus Leisnig. Nachdem sich Kindersegen eingestellt hatte, musste das Familienleben neu geordnet werden. Um einen Kinderkrippenplatz zu bekommen, war es für die junge Mutter unumgänglich, selbst eine Tätigkeit an der Krippe aufzunehmen, was sie natürlich auch tat.
1967 zog die Familie nach Döbeln. Vorerst kümmerte sich Eva Maria Perlitius als Hausfrau und Mutter um geordnete Tagesabläufe, doch leitete sie darüber hinaus Lehrgänge für das Deutsche Rote Kreuz und übernahm auf privater Ebene Kinderbetreuung.
Einer ihrer schönsten beruflichen Lebensabschnitte begann 1972 als Gemeindeschwester in Döbeln. An ihre Patienten konnte sie Wissen, Können, Liebe und Zeit verschenken und alles, was für sie das Ideal ihres Berufsstandes verkörperte, realisierte sich in dieser wundervollen Arbeit mit Menschen.
1982 avancierte sie – obwohl Nichtgenossin – zur leitenden Fürsorgerin für Mutter und Kind für den gesamten Kreis Dübeln, blieb das bis zur Umstrukturierung 1990 und wurde dann Referatsleitern beim Landratsamt Döbeln / Sozialamt. In dieser Funktion kam sie auch mit behinderten Menschen in Kontakt – Menschen, die sie nicht mehr losließen. 1991 traf sie die persönliche Entscheidung, für die Betreuung ihrer pflegebedürftigen Mutter in den Vorruhestand zu treten. Eva Maria Perlitius hat nach der Wende, gemeinsam mit betroffenen Eltern behinderter Kinder und Jugendlicher, den Lebenshilfe Döbeln e. V. gegründet und engagierte sich ehrenamtlich bis 1997 für diese Menschen, die Hilfe am nötigsten brauchten. Denkt sie daran zurück, tritt noch immer ein warmer Glanz in ihre Augen.
Ehemann Rudolf heiratete sie 1960. Die große Liebe war es anfänglich nicht. Die Beiden streiten wie Geschwister. Doch was sich neckt, … Die Liebe begann zu reifen und die Knospen ihrer Zuneigung zeigen sich in ihren vier Kindern Peter, Jörg, Kathrin und Heike. Alle studierten und entwickelten sich zu Persönlichkeiten, die fähig sind mit dem Auf und Ab des Lebens gut zurechtzukommen.
Heute verbinden Rudolf Perlitius – Dipl.-Ing. und früherer Betriebsleiter – Jahrzehnte des Glücks mit seiner Eva Maria und dies könnte in harmonischer Zweisamkeit und Frieden noch ewig so weiter gehen.