MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Jürgen Patig

Man muss wollen, was man muss

Jürgen Patig

Holzgrabmale und
künstlerische Holzgestaltung
Rappenbergring 5
04668 Grimma
Fon/Fax: 03437 / 944772
Funk: 0172 / 9422643
Internet: www.holzgrabmale-patig.de
E-Mail: patig.holzgrabmale(at)freenet.de

Jürgen Patig ist ein Macher, der nicht mit „man müsste“ oder „man könnte“ Zeit verschwendet. Als gelernter Dreher absolvierte der kreativ begabte Grimmaer das Studium zum Diplomlehrer für Deutsch und Kunsterziehung. Diesen Beruf übte er engagiert in seiner Heimatstadt aus, die letzten zehn Jahre bis zum Ende der DDR als Direktor/Oberstudienrat. Mit dem politischen Umbruch gab er sein Amt auf und führte bis 1992 eine Klasse. Nach seiner Entlassung war er zwölf Jahre in der Erwachsenenbildung tätig, die letzten dreieinhalb Jahre als Geschäftsstellenleiter. 2001 verwitwet, musste Jürgen Patig 2004 neu überlegen. Sein stets befristeter Arbeitsvertrag wurde nicht verlängert. Nicht mehr gebraucht zu werden wollte er nicht akzeptieren. Seine Überlegungen „was kann ich, was will ich, was kann mich ernähren“ führten zurück in seine Schulzeit. Zwei Jahre lang erlernte der damals Dreizehnjährige beim Grimmaer Holzgestalter Otto Matthes die Grundlagen künstlerischer Holzgestaltung. Otto Matthes stellte unter anderem auch Holzgrabmale her. Irgendwann fiel Patig auf, dass es auf Friedhöfen kaum Holzgrabmale gab. Genaue Recherchen führten zur Erkenntnis: Die Nische war gefunden. Er erstellte ein genaues Konzept, suchte notwendige Partner. Heute dankt er der Kreishandwerkerschaft, dem Grimmaer Tischler Zwalina, dem Kupferschmied Wetzig aus Holzhausen und nicht zuletzt seinem Mentor Werner Plath, Oschatzer Holzbildhauermeister, der ihm so manchen praktischen Rat erteilte. Am 1. Februar 2005 wagte der damals 62-Jährige den Sprung ins kalte Wasser und gründete seine eigene Firma „Holzgrabmale und künstlerische Holzgestaltung“. Mit seiner Lebensgefährtin Galina Gorbatschow baute er die Garage zu einer hellen, gut organisierten Werkstatt aus. Um bekannt zu werden, investierte er in regelmäßige Werbung und stellt noch heute sein Leistungsprofil auf Handwerkermessen der Öffentlichkeit vor. „Wo kein Angebot, da keine Nachfrage“, ist seine Devise. Wenn auch steinerne Grabmale dominieren, sind Holzgrabmale eine stilvolle und preisliche Alternative. Besonders dann, wenn Hinterbliebene auf das Besondere des verstorbenen Menschen hinweisen möchten. Deshalb liegt dem Handwerker viel an einfühlsamen persönlichen Gesprächen mit seinen Kunden, in denen er so manches über das verflossene Leben erfährt und aus denen sich oft ganz individuelle Gestaltungsvorschläge ergeben. Aus dem Röhricht aufsteigende Wildenten für die passionierte Wassersportlerin, ein Akkordeon für den bis ans Lebensende Musizierenden, ein Teddy für ein Kind oder eine Illustration aus „Der kleine Prinz“ für eine junge Romantikerin – in der Regel alles Unikate. Von Entwürfen, Genehmigungsanträgen bis zum Aufstellen erfolgt alles aus einer Hand. Das Individuelle und Menschliche spricht sich herum, ist Jürgen Patigs Markenzeichen geworden. Mittlerweile zeugen bundesweite Aufträge davon. Ist auch die körperliche Arbeit oft beschwerlich, fordert sie täglich Kreativität und hält ihn geistig fit.
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