MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Peter Paschke

„Ich bin Klempner von Beruf“

Peter Paschke

Geschäftsführer Sanitärinstallation und Gasheizungen Oberfeldstr. 185 12683 Berlin Fon: 030 / 5418811 Fax: 030 / 55156897 Internet: www.paschke-gmbh.de E-Mail: kontakt@paschke-gmbh.de  

Berliner ist Peter Paschke mit Leib und Seele. „Ich bin hier groß geworden und kenne jeden Stein“, betont er. Deshalb lebt er auch gern in dieser Stadt, in der er 1950 geboren wurde. Die Polytechnische Oberschule verließ Peter Paschke 1964 nach der 8. Klasse. In einer dreijährigen Lehre ließ er sich bis 1967 bei der privaten Handwerksfirma Franz Wagner zum Gas- und Wasserinstallateur ausbilden. Ein halbes Jahr arbeitete der Geselle noch bei seinem Meister. Dann absolvierte Peter Paschke seinen 18-monatigen Grundwehrdienst bei der Nationalen Volksarmee. Inzwischen verkaufte sein Lehrherr aus Altersgründen das Unternehmen an die Kommunale Wohnungsverwaltung (KWV). Somit hatte Peter Paschke nach seiner Armeezeit einen neuen Arbeitgeber. 1983 qualifizierte sich Peter Paschke zum Meister. Die KWV Lichtenberg delegierte ihn zum Havariedienst. Dort arbeitete er viele Jahre. Nach der Teilung des Stadtbezirkes ging er zur KWV Marzahn und arbeitete zunächst als Monteur. Dann wurden die Komplexbrigaden erfunden. Diese Kollektive setzten sich aus unterschiedlichen Gewerken zusammen. Meister Peter Paschke leitete bis 1987 eine solche Brigade. Der Anteil der Büroarbeit nahm stetig zu. So war er für die gesamte Arbeitsorganisation zuständig. In all den Jahren betreute Peter Paschke auch Lehrlinge. Zahlreiche Auszeichnungen dokumentieren die gute Qualität seiner Arbeit. Eine Reisemöglichkeit in den Westteil von Berlin nutzte Peter Paschke, um dort zu bleiben. Nach einem erneuten Lehrgang bei der Westberliner Handwerkskammer wurde sein Meisterbrief aus der DDR anerkannt. So arbeitete Peter Paschke als Meister für Sanitärtechnik bei der Firma Lindner. Nach der Wende kehrte er in seinen ehemaligen Stadtbezirk zurück und machte sich als Sanitärinstallateur 1991 selbstständig. Seither erlebte er manche Höhen und Tiefen und arbeitet vorrangig für Privatleute und Wohnungsbauunternehmen. Peter Paschke bildet aber auch Nachwuchskräfte aus. Sein Wissen und seine Erfahrungen gibt er an die Lehrlinge weiter. Aber „das reine Handwerkliche ist heute nicht mehr gefragt“, klagt der Meister. Während er und seine Kollegen in der DDR die Teile noch selber fertigten, werde jetzt wie im Legosystem alles nur noch zusammengesetzt, konstatiert er. Sportlich war Peter Paschke in seiner Jugend aktiv. Neben der Arbeitsgemeinschaft für Chemie spielte er in der Schulzeit bei Fortuna Biesdorf Fußball und befasste sich mit Leichtathletik. Heutzutage findet Peter Paschke seinen Ausgleich zum beruflichen Alltag beim Drechseln oder in der Gartenarbeit. Doch am liebsten arbeitet der Meister in seiner Firma. Die und die Kundenzufriedenheit liegen ihm besonders am Herzen. Und er ist stolz auf das Erreichte. „Und auch darauf, dass diese Arbeit über meinen Tod hinaus Bestand hat“, fügt Peter Paschke hinzu.
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