MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Wolfgang Parge
Verdienter Ruhestand nach 40 Jahren im Betrieb
Wolfgang Parge wurde am 19.02.1947 als Sohn eines Werftarbeiters und einer Kuchenarbeiterin geboren. Er denkt gerne an seine schöne Kindheit zurück.
Nachdem er 1953 bis 1963 die 10-klassige Polytechnische Oberschule absolviert hatte, nahm er eine Lehre zum Turbinenmaschinist im Kraftwerk Elbe in Vockerode auf. Eigentlich war das nicht seine Wahl, er wollte lieber zur Seereederei. Da seine Schwester aber im Westen war, entfiel diese Berufswahl aus kaderpolitischen Gründen, wie es damals hieß. So arbeitete er als Jungfacharbeiter ein Jahr im Beruf und verpflichtete sich dann für drei Jahre bei der Marine, um doch noch seinem Wunsch ein wenig nahe zu kommen. Er fuhr auf verschiedenen Schiffen, vom Küstenschutzschiff bis zum Mienenräumer. Nach der Militärzeit nahm er eine Tätigkeit als Kesselwärter im Kraftwerk Rostock auf und nach einer 2-jährigen Qualifikation zum Oberkesselwärter arbeitete er bis 1989 als Obermaschinist. Eine schwere Arbeit im 3-Schicht-Betrieb mit vielen Herausforderungen, nahm er doch Stellvertreteraufgaben wahr des Meisters für Maschinen und Kessel.
Nach der politischen Wende in der DDR blieb er im Kraftwerk Rostock, indessen in Stadtwerke Rostock umbenannt, arbeitete in der Werkstatt als Reparaturschlosser bis zum Jahr 2010. Über 40 Jahre in einem Betrieb, das war eine würdige Verabschiedung mit Festveranstaltung und Geschenk wert, freut sich Wolfgang Parge.
Nun ist er seit einem Jahr Rentner, kann sich ganz seinem Hobby, dem Kegelverein, widmen. Die Mannschaft spielt in der Verbandsliga, da ist kontinuierliches Training angesagt. Er liebt es mit dem Freundeskreis auf Reisen zu gehen. Irrland, Spanien, Österreich, Kopenhagen, aber auch das Inland mit Dresden und Wolfenbüttel hat er so schon besucht.
Sonntags geht er zum Stammtisch. Er pflegt die Kontakte zu seinen drei Schwestern und vergisst nicht zu erwähnen, dass gerade die jüngste von ihnen, ihn neben seinen Eltern am meisten unterstützt hat im Leben.
Fragt man ihm nach seinem größten Wunsch, hat er nur den einen: Gesund bleiben und noch etwas von der Rente haben.