MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Dr. Bernhard Peisker
..., wo Not am Mann ist
Vorstandsvorsitzender pro seniores e. V.
Landsberger Allee 473
12679 Berlin
Dr. Bernhard Peisker sperrt als guter Zuhörer nicht nur die Ohren auf. Er sieht, wo Bedarf herrscht, greift mit Ehefrau Elly ein, wo Not am Mann ist und tut dies ausschließlich im Ehrenamt.
Beruflich darf er auf eine beglückende Karriere zurück schauen. Direkt nach dem Abitur studierte er an der TH Dresden, legte das Diplom ab, ging als Entwicklungsingenieur ans Institut für Polygrafische Maschinen und forschte an deren Weiterentwicklung zur Veredlung von Papier.
1963 wechselte er als technischer Leiter an die Osterzgebirgische Papierveredlung Dippoldiswalde und war der erste Ingenieur, den es in diesem Betrieb überhaupt gab.
Am Chemiekombinat Bitterfeld fungierte er als Verpackungsbeauftragter, zog nach Berlin, avancierte zum Technischen Direktor des VEB Verpackungsmittelwerke und machte einen scharfen Schnitt.
Als Lehrbeauftragter und wissenschaftlicher Oberassistent in der Forschung, gehörte er fortan der TH Karl-Marx-Stadt an und promovierte 1972 an der TU Dresden.
Studenten zu unterrichten, bedeutete für ihn, nicht nur Lehrbuchwissen weiter zu geben, auch verschenkte er einen großen Schatz praktischer Erfahrungen.
1985 wurde Dr. Bernhard Peisker in der VOB National, einer Blockpartei, zum Direktor für Wissenschaft, Technik und Produktion berufen, leitete die gleichsam angeschlossenen Betriebe und rüstete sie technisch aus.
Im Dezember 1989 als amtierender Generaldirektor tätig, wurde das Unternehmen 1990 von der FDP übernommen, die VERCON GmbH gegründet, der Akademiker zum Geschäftsführer und bis zum Ruhestand 1992 zum Prokuristen auserkoren.
Während seiner Schaffenszeit wirkte er an zahlreichen Büchern zum Thema Verpackung mit und der „Wissensspeicher für Technologen“ gilt noch heute als systematischstes Buch aller.
Dr. Peisker besucht die Senioren-Uni der Charité und unterstützte deren Neugestaltung.
1995 wurde er Gründungsmitglied und Vorsitzender des Vereins „pro seniores“.
Von 1992/2005 griffen Frau und Herr Peisker dem Jugendamt Marzahn unter die Arme und nahmen im Laufe der Zeit im Rahmen von Kurzzeitpflege 25 Kinder bei sich zu Hause auf.
Von 1992/96 zusätzlich Lehrbeauftragter an der Universität der Künste, Fachrichtung Polygrafie, dürfen am Ende seine eigenen Kinder nicht in Vergessenheit geraten.
Sabine ist studierte Soziologin, Astrid Obergerichtsvollzieherin und nach dem Vorbild ihrer Eltern und Großeltern sind auch 2 Enkelkinder auf gutem Wege.
Dr. Bernhard Peisker wurde mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.