MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Steven Otto
Die Bequemlichkeit überwinden
Bauunternehmer
Kopenhagener Straße 15
10437 Berlin
Fon: 030 / 44031622
Der 1968 in York (Kanada) geborene Steven Otto lebt seit 1995
in Berlin. Ihm fiel die Umstellung nicht schwer, nach Deutschland zu
ziehen, da seine früheren Vorfahren in diesem Land lebten. Er ist nach
dem Studium im Westen Kanadas gewesen, um seinen Vater Hajo bei der
Finanzierung und Verwaltung von Gebäuden zu unterstützen. Durch diese
Arbeit kam er nach Costa Rica, wo er, beeindruckt von älterer Architektur,
ein verfallenes Stadtschloss kaufte und mit Respekt vor dem alten
Gemäuer die 800 Quadratmeter neu instand setzte. Er verkaufte dann
die größte Privatresidenz Costa Ricas. Heute sind Büros von Kanzleien
und Notariate dort ansässig.
Für eine Hamburger Reederei erstellte und kaufte Steven Otto von
1995 bis 2000 Gebäude in der gesamten Welt. Von unterwegs recherchierte
er schon, wo es in einem interessanten Stadtteil Berlins mehrere
Häuser zum Verkauf gibt. Er fand vier Häuser in der Kopenhagener
Straße und ließ sie aufwendig liebevoll und nicht nur kostengünstig
sanieren. Dabei verzichtete er auf ein „Make up“ oder neue Dekoration
an der Außenfassade. Der Charakter der alten Häuser soll für ihn
erhalten bleiben, wie auch die Mieter dort weiter wohnen können. Für
ihn gehören sie zum Kiez und beleben mit ihren Geschäften die Straße.
Steven Otto fördert eine im Prenzlauer Berg gewachsene Infrastruktur,
die aus kreativen Menschen mit ausgefallenen Ideen besteht. Für ihn ist
sehr wichtig, dass ein vorhandener Kiez wie ein Biotop geschützt wird.
Das ist auch der Grund für Steven Otto, in der Kopenhagener Straße
selber zu wohnen. Um die vorhandenen Häuser zu sanieren, muss er
seine Vorstellungen mit denen der Investoren, Banken und Bauämter
sowie dem Stadtplanungsamt unter einen Hut bringen.
Steven Otto ist Buddhist und versucht die Ideale des Buddhismus zu
leben. Er versucht mit allen Personen, die ihm begegnen, achtsam und
liebevoll umzugehen. Er beschäftigt sich mit Pflanzen und liebt es, zu
„gärtnern“. Er träumt davon, sein eigenes Essen in den Tropen anzubauen,
zu ernten und Tiere dort zu halten. Dabei geht es ihm nicht um Luxus,
es sind die einfachen Dinge, die ihn zufrieden machen.