MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Dr. Johann Ottmar
„Reinhard von Neuneck – Ritter zu Glatt“
Oberstudienrat i. R.
Hohenstaufenstraße 16
72116 Mössingen
Einst entschied er sich dafür, Lehrer zu werden, weil er kaum andere akademische Berufe kannte und an kaum einem anderen Unterrichtsfach so viel Freude hatte wie an Geschichte.
Geboren wurde Johann Ottmar am 16.11.1939 in Pforzheim, nach Schulbesuch in Enzklösterle und Bad Wildbad machte der Sohn eines Revierförsters in Neuenburg das Abitur.
Im Anschluss nahm er das Studium der Geschichte im Hauptfach auf, wählte Politik und Englisch als Nebenfächer, verbrachte ein Studienhalbjahr in Leicester und legte Ende 1964 das Staatsexamen ab.
Im Januar 1965 ging er als Referendar nach Tübingen, arbeitete in Schulen von Rottenburg wie Reutlingen und gelangte in Nagold an ein Aufbaugymnasium mit Internat.
An einem Internat zu lehren stellte nicht zufrieden. Eine Anstellung führte an ein allgemeines Gymnasium in Biberach a. d. Riß und von 1970 bis 1974 war er am Wirtschaftsgymnasium in Ravensburg tätig.
Durch günstige Umstände konnte sich Herr Ottmar nach Tübingen versetzen lassen. An der Wilhelm-Schickard-Schule unterrichtete er bis zum Jahr 2000 die Fächer Englisch, Geschichte und Gemeinschaftskunde.
Ein wenig stolz ist er auf seine Entwicklung schon, schaffte er es doch als Enkel eines Holzfällers den akademischen Weg zu beschreiten.
1974 promovierte der Pädagoge sehr erfolgreich zum Thema „Die Burg Neuneck und ihr Adel“, gründete im Jahr 1976 mit Interessierten die „Gesellschaft Schloss Glatt“, übernahm elf Jahre den Vorsitz und betreute die ersten Hefte der Schriftenreihe dieses Vereins.
Nach vorzeitiger Pensionierung aus gesundheitlichen Gründen im Jahre 2000 sollte diese Familie intensiver denn je den Alltag beherrschen.
Zwei Jahre lang schrieb er an seinem Buch „Reinhard von Neuneck – Ritter zu Glatt“, das 2005 veröffentlicht wurde.
Sein Forschungsthema war und ist der niedere Adel am oberen Neckar im 15. und 16. Jahrhundert, und 2006 verfasste er den Führer zur Burg Hohenentringen.
Von der Lektüre alter Urkunden und Akten geht für ihn ein gewisser Reiz aus. Vor Jahren verschaffte er sich dadurch Abwechslung, dass er auf Wanderungen Abschnitte der alten Landesgrenze zwischen Württemberg und Hohenzollern sowie zwischen Württemberg und Baden im Nordschwarzwald erkundete.