MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Gisela Opitz
Genutzte Potentiale
Lehrerin
08523 Plauen
Einmal Lehrerin – immer Lehrerin. Gisela Opitz unterstützt selbst im Ruhestand noch immer Kinder bei der Erledigung ihrer Hausaufgaben und bringt sich darüber hinaus ehrenamtlich als Wahlhelferin ein. Für ihren wunderbaren Beruf interessierte sie ihr einstiger Schuldirektor, welcher in seiner Schülerin ein großes Potential erkennen konnte.
Geboren am 21.01.1941 in Plauen, wuchs sie als Tochter einer Kontrolleurin und eines Konstrukteurs auf. Beide Elternteile waren Angestellte des Glühlampenwerkes. Nach ihrem 10-Klassen-Abschluss begab sie sich für ihr Studium drei Jahre lang ans Institut für Lehrerbildung nach Auerbach.
Eingesetzt, wo sie gebraucht wurde, nahm Gisela Opitz ihren Schuldienst in Scharfenstein auf, unterrichtete als Unterstufenlehrerin und avancierte zur leitenden Lehrerin, damals ein anderer Ausdruck für Schuldirektorin. Übrigens lernte sie in Scharfenstein auch ihren späteren Mann kennen.
25 Jahre vergingen an dieser Bildungseinrichtung und die Pädagogin bereute nicht einen einzigen Tag. Eine eigene Küche und ein bezaubernder Schulgarten gehörten zum Areal und der Umgang mit Schülern und Kollegen gestaltete sich familiär.
Im Anschluss zog sie mit ihrer 20-jährigen Tochter Andrea ins Haus ihrer Mutter nach Plauen. Andrea lebt in der Zwischenzeit in Hannover. Gisela Opitz arbeitete natürlich auch dort weiterhin als Lehrerin.
Von einer Schule im Neubaugebiet wechselte sie nochmals für drei Jahre nach Neundorf und beendete ihre Karriere nach insgesamt stolzen 38 Dienstjahren 1998.
Leider verstarb ihr erster Ehemann Wolfgang 1984 viel zu früh. Zwei Jahre hat es gedauert, diesen Schock zu verwinden. Danach war Gisela Opitz offen für eine neue Liebe mit ihrem Klaus-Jürgen. Seit 1986 zusammen lebend, entschied sich das Paar 2012 für den Hafen der Ehe.
Enkelsohn Erik brach im Rahmen der Armee zweimal zu einem Aufenthalt in Afghanistan auf. Heute ist er als Rettungsassistent beim Roten Kreuz in aufopferungsvollem Einsatz.
Ihre Freizeit füllt Gisela Opitz gern mit Museumsbesuchen, mit Reisen, vor allem aber mit spannender Lektüre, denn Favorit ist Kriminalliteratur.
Zum Klassentreffen zog es die Pädagogin nochmals nach Scharfenstein. Nicht nur wurde die frühere Lehrerin mit einem großen Blumenstrauß überrascht, auch machte es glücklich zu sehen, wie sich die ehemaligen Schüler entwickelt hatten.
Und da sie das Reisen liebt, träumt sie momentan von einer größeren Kreuzfahrt. Na dann, Schiff ahoi!