MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Erika Oertel

Preise für Kaninchenzucht

Erika Oertel

Keramikingenieur
07819 Triptis

Im thüringischen Triptis 1941 geboren und aufgewachsen, besuchte die Tochter einer Schneiderin und eines Zimmermanns die Schule bis zum Abschluss der 10. Klasse 1958. Den Wunschberuf Laborantin konnte sie 1958–1960 bei der Porzellanmanufaktur Meissen erlernen, danach studierte sie in Hermsdorf und schloss 1963 als Ingenieurin für Feinkeramik ab. Anderthalb Jahre wirkte die Absolventin danach im Bereich Zierkeramik in Gräfenroda. Im November 1964 wechselte sie ins Porzellanwerk Auma, agierte hier im Bereich Industriekeramik und wurde über lange Jahre als Gruppenleiter Arbeitsvorbereitung eingesetzt. Im Mai 1990 erst beendete Erika Oertel ihre Tätigkeit aus familiären Gründen, pflegte wenige Monate bis zu deren Tod ihre Mutter. Dann war sie zwei Jahre lang selbständig, führte den Kiosk im Triptiser Freibad. An der Fachschule für Landwirtschaft ließ sie eine zweijährige Ausbildung zur Hauswirtschafterin folgen, nach dem Abschluss wirkte sie drei Jahre im Kinderheim Lichtenau. Weitere drei Jahre war sie in der Betreuung von sozialen Problemfällen für die Aktion Integration unterwegs. Für zwei Jahre konnte sie als Anleiterin einer Jugendklasse im Christlichen Jugenddorf Schloss Oppurg Kenntnisse für Hauswirtschaft und Leben vermitteln. Nach kurzer Arbeitslosigkeit folgte die Überleitung in den Rentenbezug. Ihren Ehemann Manfred kannte sie seit langen Jahren im Beruf, er arbeitete von 1962–2005 im Porzellanwerk Auma, seit 1976 sind sie liiert, aber erst vor drei Jahren fassten sie den Entschluss, ihr gemeinsames Leben auf dem Standesamt zu dokumentieren. Ab deren achten Lebensjahr kümmerten sie sich um ihre Enkelin Sandra, deren Wunsch nach einem Haustier bei einem Kaninchen begann. Daraus wurde für Erika Oertel und Sandra eine ganze Zucht, auf dem Höhepunkt bis zu einhundert Tiere. Beide traten dem Kaninchenzüchterverein bei, die Enkelin wurde zur geschätzten Preisrichterin und für ihre Kaninchen erhielten sie eine ganze Reihe von Pokalen und Landesmeistertiteln. Während Sandra sich den heimischen „Thüringer Kaninchen“ verschrieb, fand Erika Oertel bis heute an der Rasse „Lux-Rexe“ Gefallen. Sohn und Tochter aus einer früheren Beziehung gehören zum Familienkreis von Erika Oertel und zu Sandra gesellen sich weitere vier Enkelkinder.
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