MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Gudrun und Jürgen Nötzold
Geruhsam geht anders
Kauffrau für Land- und Nahrungsgüterwirtschaft
Gärtner
Dorfstr. 259
09306 Königshain-Wiederau
Fleißige Menschen waren die Großeltern wie die Eltern und Gudrun und Jürgen Nötzold haben diese Eigenschaft von früher Jugend an verinnerlicht und bis heute gepflegt. Noch immer gehören Familie inklusive vier Enkelkindern, Haus, Hof, Garten, Blumen, Tiere zu ihren geliebten Aktivitäten. Heute sind die beiden Orte in Mittelsachsen, in denen sie jeweils geboren worden sind, zu einer Gemeinde zusammengewachsen. Jürgen Nötzold (Jahrgang 1948) ist Wiederauer. Hier baute sein Großvater eine eigene Gärtnerei auf, in die auch sein Vater einstieg. Da mussten die Kinder, Jürgen und seine Schwester, früh mit anpacken. Die Schule besuchte er bis zur 8. Klasse 1962, doch dann gab es eine neue Schule und die Klassenstufen 9 und 10. Mit diesem Abschluss begann er eine Lehre als Gärtner, da gehörte der Betrieb des Großvaters, der nun als Brigadeleiter fungierte, schon zur Gärtnerischen Produktionsgenossenschaft (GPG). Jürgen Nötzold wurde jedoch in zwei Jahren bei der GPG von Lunzenau ausgebildet und kehrte dann in die GPG des Heimatortes zurück, wo hauptsächlich der Gemüseanbau (Salat, Blumenkohl, Gurken) für genügend Arbeit sorgte. Damit war Schluss, als mit dem Ende des Jahres 1990 die GPG in den neuen wirtschaftlichen Verhältnissen ausgedient hatte. Doch blieb der Familie das Land sowohl seitens seiner Eltern wie seitens der Schwiegereltern. Auf letzterem in Königshain war auch er nach der Heirat (1971) mit Frau Gudrun ansässig geworden. Gudrun Nötzold meldete die nun wieder privat geführte Produktion als Nebengewerbe an, ihr Mann nutzte seinen Gewerbeschein für den Verkauf auf den Märkten der Umgebung, besonders in Chemnitz. Bald lief das Geschäft durchaus erfolgreich, so dass er bis zum Renteneintritt 2012 unterwegs war, ihr Nebengewerbe bis 2017 angemeldet blieb. Die Eltern von Frau Gudrun (1951 in Königshain geboren) waren Landwirte, traten 1960 in die Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft (LPG) ein, in der ihr Vater Vorsitzender wurde. Wie ihr älterer Bruder war auch die junge Gudrun in die Arbeit auf dem Feld und im Stall eingebunden. Ihr Besuch der Schule mit Abschluss der 10. Klasse war mit erster Ausbildung als Agrotechnikerin verbunden. Doch zog es sie mehr ins Kaufmännische, so dass sie dann eine diesbezügliche Lehre begann. Danach arbeitete sie ein Jahr als Sekretärin für die Ingenieurhochschule in Mittweida, wechselte dann ins Büro der Königshainer LPG, bis die Kinder geboren wurden, 1972 Sohn Rico, 1975 Sohn Raik. Später engagierte sie sich in Vollzeit als Lohnbuchhalterin, auch beim Zusammenschluss zur Agraset Agrargenossenschaft Naundorf. Für diese war sie später auch im Speditionsbereich, in der Buchführung, als Sachbearbeiterin in der Tierproduktion und zuletzt sieben Jahre als Verkäuferin im Landmarkt im Einsatz.