MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Günter und Monika Nähring
Erfüllung und Wertschätzung im Beruf
Fräser, Forstarbeiter
Unterstufenlehrerin
Winklerstr. 6
09669 Frankenberg
Fon: 037206 / 71248
In Goldbeck (Kreis Köslin / Hinterpommern) kam Günter Nähring 1938 zur Welt. Die Familie wurde 1947 ausgesiedelt. Der Weg führte ins Sächsische, wo in der kleinen Gemeinde Merzdorf ein neuer bescheidener Anfang gemacht werden konnte. Durch die Umstände der Zeit wurde Günter Nähring erst mit neuneinhalb Jahren eingeschult, besuchte anfangs die kleine Schule in Merzdorf, anschließend die Zentralschule in Niederlichtenau, schloss 1953 mit der 8. Klasse ab. Zwei Jahre dauerte die Lehre als Fräser bei den Frankenberger Motorenwerken (Framo). Nach der Lehre arbeitete er im Hauptwerk in Hainichen, das bald im VEB Barkas-Werke aufging. 1964 wechselte er für sechs Jahre ins Walzengravierwerk Frankenberg. Danach fand er eine naturnahe Arbeit im Forst, qualifizierte sich zudem als Forstfacharbeiter. Aus gesundheitlichen Gründen musste er diesen Lebensabschnitt schon nach vier Jahren beenden, war nun bis 1991 wieder im VEB Barkas-Werke im Werkzeugbau aktiv. Die Technologen des Werkes schätzten die Zusammenarbeit mit dem eingefuchsten Spezialisten. Nach dem Aus für den Betrieb 1991 war Günter Nähring bei einem Zulieferer für Autoteile und in Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen eingesetzt, ehe er 1998 in den Ruhestand gehen konnte.
Seine Frau wurde als Monika Weis 1940 in Chemnitz geboren, wuchs aber in Frankenberg auf. Nach dem Abschluss der 8. Klasse konnte sie ab 1954 das Institut für Lehrerbildung erst in Leipzig, dann in Rochlitz besuchen. Ihre fast vierzigjährige Tätigkeit als Unterstufenlehrerin (Grundschullehrerin) begann in Böhrigen. Sie wechselte nach zwei Jahren nach Dittersbach, wo sie kurzzeitig auch als Schulleiterin amtierte. Nach Auflösung der dortigen Schule 1971 fand sie neue Möglichkeiten in Frankenberg selbst, wo sie in mehreren Schulen eingesetzt war, in den letzten Jahren bis zum Vorruhestand 1998 in der Astrid-Lindgren-Schule. Sie unterrichtete Deutsch und Mathematik, doch die praktischeren Fächer wie Heimatkunde und Werken lagen ihr besonders am Herzen. Noch heute wird sie von ehemaligen Schülern bei deren Klassentreffen gern begrüßt.
Monika und Günter Nähring gehen seit 1961 ihren gemeinsamen Weg, die goldene Hochzeit konnten inzwischen sie feiern, 1962 wurde ihnen eine Tochter geschenkt, nun freuen sie sich am Enkelsohn. Bei den monatlichen Treffen der Bowlingfreunde und im Gartenverein genießen sie die Freuden der Ruhephase des Lebens.