MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Magdalena Oehming

„Lass den Kopf nie hängen und schau immer nach vorn!“

Magdalena Oehming

Rentnerin
17036 Neubrandenburg

„Lass den Kopf nie hängen und schau immer nach vorn!“ Von diesen Worten ließ sich Magdalena Oehming, geboren am 23.07.1932 in Glowitz / Kreis Stolp, stets leiten. Sie halfen bei Schwierigkeiten, unterstützten bei Problemen und gaben ihr Kraft. Die Dorfschule besuchte sie bis 1945 in Glowitz. Kriegswirren vereitelten den Wunsch, eine Lehre zu absolvieren. Mutter hatte nach 1945 eine Stelle bei einem polnischen Neubauern gefunden, doch drei Jahre später musste die Familie von heute auf morgen die Heimat verlassen. Vater befand sich in Gefangenschaft. Mutter, ihr Bruder und sie verbrachten drei Wochen in einem Lager in Görlitz und kamen von dort aus nach Schnarrtanne im Erzgebirge. Nach Vaters Entlassung begab er sich nach Malchow zu seiner Schwester, wohin ihm die eigene Familie umgehend folgte und in der schwesterlichen Wohnung ein beengtes Leben führte. Magdalena Oehming war immer daran interessiert, sich ihren Lebensunterhalt selbst zu verdienen. Sie begann als Hausmädchen bei einer Schlosserfamilie und wechselte 1950 als Näherin an den Textilbetrieb Malchow. Nähen hatte sie schon bei der Mutter gelernt, doch den Umgang mit elektrischen Nähmaschinen musste sie sich nun aneignen. 1951 heiratete sie ihren Heinrich und ein Jahr später wurde Tochter Gudrun geboren. Mutter, Vater, Bruder, sie, ihr Mann und ihr Kind zogen gemeinsam in eine größere Wohnung. 1954 erblickte Sohn Wolfgang das Licht der Welt und ein Jahr später verstarb ihr Vater. Ehemann Heinrich, tätig bei der kasernierten Volkspolizei, wurde nach Waren versetzt. Die Familie zog um und Magdalena Oehming fand Arbeit im Teigwarenwerk. Wiederum versetzt, führte Umzug 1964 nach Neustrelitz. Sie setzte ihren Weg als Telefonistin fort, wurde bis 1982 beim Wirtschaftsrat tätig und nach einem letzten Umzug fand die Familie in Neubrandenburg ein neues Zuhause. Bis zur Wende als Leiterin „Verschlusssachen“ sowie als Poststellenleiterin beim Wirtschaftsrat im Einsatz, begab sich Magdalena Oehming 1990 in den Vorruhestand. Leider verstarb ihr Heinrich 2012, doch aufgefangen wird sie immer wieder durch ihre Familie. Gudrun lebt in Hamburg, Wolfgang in Berlin, doch die Familie wuchs und wuchs. Nach den Enkeln Steffen, Anja und Katja wurden auch drei Urenkel zum Inhalt des Lebens. Magdalena Oehming gesellt sich einmal wöchentlich dem Seniorentreff hinzu, liebt spannende Fernsehsendungen und hofft, die Geburt ihres ersten Ururenkelchens noch erleben zu dürfen.
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