MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

Gesamte Liste anzeigen

Günter Näser

„Gott sein Dank!“

Günter Näser
Pfarrer i. R.

08112 Wilkau-Haßlau

Dankbar sein kann er beinahe ausschließlich nur Gott, doch auch bewunderungswürdigen Persönlichkeiten, die sein Leben streiften. Größte Achtung gilt seiner Mutter, die zeitweise vier Jungs allein großzog. Von sich berichtet Günter Näser, geboren am 12.01.1934 in Zwickau, aufgewachsen in Wilkau-Haßlau: „Ich bin ein lutherischer Pfarrer und ein bewusst lutherischer Theologe und hoffe, von den Gaben, die ich von Gott bekommen habe, noch lange anderen Menschen abgeben zu dürfen.“ Als ältester von 4 Geschwistern noch im Zwickauer Krankenhaus getauft, gehörte er 1940 dem letzten Jahrgang an, der zu Ostern eingeschult wurde, und erlebte eine schöne Schulzeit. Der Volksschule in Haßlau folgte das Realgymnasium in Zwickau und mit 16 Jahren stand die Berufsentscheidung fest. 1952, direkt nach seinem Abitur, begab sich Günter Näser zum Studium der Theologie an die Karl-Marx-Universität Leipzig. Als stärkster Jahrgang seines Bereiches erlebte er auch hier lehrreiche Jahre und absolvierte inklusive Sprachausbildung in Latein, Griechisch und Hebräisch eine der anspruchsvollsten Studienrichtungen. 1957 lag das Staatsexamen hinter ihm. Praktika in Lückendorf/Oybin und Großolbersdorf/Scharfenstein gehörten bei seiner Ordination am 20.12.1959 ebenfalls der Vergangenheit an und die erste Pfarrstelle führte ihn nach Satzung an Sachsens Grenze. Somit avancierte der Theologe zum Pfarrer des mit 800 m höchstgelegenen, evangelischen Kirchdorfes in Deutschland sowie einer bekannten Exulantengemeinde mit wunderschönem Altar. Von 1969 bis 1975 durchlebte er in der Kreuzkirchgemeinde in Lugau/Oelsnitz wiederum berührende Jahre. Der Umzug nach Zschocken/Hartenstein brachte von 1975 bis 1997 eine der schönsten Zeiten seines Lebens. Mit großen finanziellen Opfern der Kirchgemeinde von Zschocken wurde es möglich, Kirche und Pfarrhaus innen und außen zu renovieren und zu restaurieren. Noch heute hängt er sehr an den Menschen, die er zum Teil als Christenlehrekinder und Konfirmanden unterrichtete. Mit 63 Jahren ging er vorzeitig in den Ruhestand. Noch immer hilft er gern bei Sonntagsgottesdiensten und anderen kirchlichen Veranstaltungen in Gemeinden der Umgebung, predigt meist frei und Ehefrau Liselotte sagt dazu: „Wenn mein Mann in der Kirche ist, ist er gesund.“ Das Paar schenkte einem Sohn und zwei Töchtern das Leben und erfreut sich an fünf Enkeln und einem Urenkel. Gunter Näsers Freizeitaktivitäten gelten auch geschichtlichen Themen und damit der Frage: „Wie haben Menschen vor mir gelebt, gelitten und geglaubt?“ Gern bereichert er mit seiner Frau den Kirchenchor in der Luther-Kirchgemeinde Wilkau-Haßlau. Auch die Menschen von heute können wie er ihr Leben unter die Worte „Gott sei Dank“ stellen und damit einen Lebenssinn erfahren.
Gesamte Liste anzeigen

  • Der Verlag
  • Gesichter der Regionen
  • VWM-Info
  • Menschen und ihre Gesichter
  • Suche
  • Ihre Empfehlung
  • Unser Anliegen
  • Kontakt
  • Impressum
  • Datenschutz