MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

Gesamte Liste anzeigen

Dr. Gisela Oechelhaeuser

Mit der Kunst ein Lebensgefühl ausdrücken

Gisela Oechelhaeuser
Kabarettistin

Akkordeonweg 1
13127 Berlin
Fon: 030 / 4763617
Internet: www.gisela-oechelhaeuser.de
E-Mail: webmaster(at)gisela-oechelhaeuser.de

Die Kabarettistin Gisela Oechelhaeuser ging der Arbeit ihres Mannes wegen 1985 nach Berlin und gewann diesen Schmelztiegel aus den unterschiedlichsten Menschen, der außerdem durch viel Grün und viele landschaftliche Schönheiten geprägt war, später auch lieb. Die gelernte Uhrmacherin studierte Germanistik und Romanistik an der Karl-Marx-Universität in Leipzig, promovierte dort 1975 zu Problemen der Kritischen Theorie der Frankfurter Schule. Bereits während dieser Zeit spielte Gisela Oechelhaeuser im Studententheater mit und rief mit anderen Studierenden das Kabarett „academixer“ ins Leben, wo sie viele Jahre lang ein großes Publikum begeistern konnte. Später arbeitete die Kabarettistin als Dozentin für Schauspielkunst und war Vizepräsidentin des Komitees für Unterhaltungskunst der DDR. Sie wechselte 1989 an das Kabarett „Die Distel“, wurde bereits zu DDR-Zeiten von Kollegen gefragt, ob sie dessen Leitung übernehmen würde, und 1990 wurde sie schließlich dessen Chefin. Als Moderatorin der ORB-Zeitzeugensendung „Am Tag, als …“ spürte sie Ereignisse und ihre Hintergründe der DDR und der gesamtdeutschen Geschichte auf. Dem Fall der Mauer steht Gisela Oechelhaeuser positiv gegenüber, hält dagegen aber sehr wenig von der Art und Weise, wie die Wiedervereinigung zustande kam. „Alles wird anders“, fasst die Kabarettistin ihren ersten Eindruck nach dem Sturz der SED-Führung zusammen. „Wenig wird anders“, musste sie einige Monate nach der Wiedervereinigung resümieren. In ihren aktuellen Programmen „Freie Radikale“ und „Allgemeine Mobilmachung“ kritisiert sie die Profitgier der heutigen Gesellschaft, die im Zweifelsfall über die menschliche Würde siegt. Als Künstlerin sieht es Gisela Oechelhaeuser als ihre Aufgabe an, Fragen aufzuwerfen, die in der veröffentlichten Meinung sonst nicht mehr vorkommen. Seit ihrem Ausscheiden aus der „Distel“ im Jahr 2000 arbeitet sie freischaffend. „Das war ein Schock, ich verlor viele geliebte Bindungen und musste mich zunächst völlig neu sortieren“, erinnert sich die Kabarettistin an diese Zeit. Heute kann sie sich über mangelnde Aufmerksamkeit für ihr Anliegen nicht beklagen, sie tritt vor allem im „Charly M.“ in der Karl-Marx-Allee auf und ist vorrangig in den neuen Bundesländern unterwegs, wo ihre Auftritte gefeiert werden. Die freien Stunden verbringt Gisela Oechelhaeuser gern beim Kochen französischer oder italienischer Gerichte, mit denen sie dann ihren Freundeskreis verwöhnt. Und außerdem freut sie sich immer wieder auf ihre zweijährige Enkeltochter Luise.
Gesamte Liste anzeigen

  • Der Verlag
  • Gesichter der Regionen
  • VWM-Info
  • Menschen und ihre Gesichter
  • Suche
  • Ihre Empfehlung
  • Unser Anliegen
  • Kontakt
  • Impressum
  • Datenschutz