MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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MR Prof. Dr. med. Helmut Nöschel

„Das Schönste an der Vergangenheit ist die Erinnerung …“

Helmut Nöschel
Facharzt für Gynäkologie

Binzwanger Straße 13
07747 Jena
Fon: 03641 / 333375

An viele Stationen seines Lebens kann der Medizinalrat sich erinnern, und alle waren ihm wichtig. Kindheit und Jugend des 1937 in Sömmerda geborenen Helmut Nöschel fallen in die Kriegs- und Nachkriegszeit. Aber an die Schulzeit und den lebendigen Unterricht mit der Orientierung auf die Natur denkt er gern zurück. Da der Vater in Suhl in der Jagdwaffenproduktion beschäftigt ist, liegt eine Ausbildung des Sohnes in der Metallbranche nahe. So lernt Helmut nach Abschluss der 8. Klasse den Beruf des Werkzeugmachers. Im Lehrbetrieb erkennt man das Potenzial des Jugendlichen und delegiert ihn zur damaligen Arbeiter-und-Bauern-Fakultät, um das Abitur zu erlangen. Ein Autounfall bringt den jungen Mann für länger ins Krankenhaus, wo er sein Interesse an der Medizin entdeckt. Das Abitur in der Tasche, studiert Helmut Nöschel von 1953 bis 1957 in Jena Medizin. Nach den zwei praktischen Jahren an der Jenaer Frauenklinik absolviert er die Facharztausbildung. Als Tochter Sigrid „unterwegs“ ist, heiratet der Mediziner und gründet mit Frau Nadine eine Familie. Er bleibt an der Klinik und arbeitet dort auch an wissenschaftlichen Schriften und an seiner Habilitation, die 1969 erfolgt. Mitte der 80er Jahre geht er für zwei Jahre nach Äthiopien. Dort arbeitet der Gynäkologe in einer Klinik und bildet Studenten praktisch aus. Für ihn war das eine schöne Zeit, von der er persönlich noch lange profitiert. Obwohl er weiß, dass die Technik in der Medizin zu DDR-Zeiten nicht immer Weltspitze ist, geht er gern seinem Beruf nach. Wichtig ist für ihn die Atmosphäre in den Stationen, ohne Stress und Hektik, und die Patientenzufriedenheit. In seiner wissenschaftlichen Arbeit spezialisiert er sich auf die Onkologie, speziell auf das Mammakarzinom. Er sorgt dafür, dass neue Methoden aus anderen Ländern übernommen und weitergeführt werden. In den letzten Jahren seines Schaffens gibt es immer bessere Möglichkeiten der Diagnose und Therapie. Für seine Leistungen wird der Arzt mit dem Medizinalratstitel und der Hufeland-Medaille geehrt. 2002 geht Helmut Nöschel in den Ruhestand, hat aber noch enge Beziehungen zu seinen Mitarbeitern. Jetzt hat er genügend Zeit für seine Lieblingsbeschäftigungen Wandern und Gärtnern, die beide für genügend Bewegung sorgen. Er hofft auf Erhalt der Gesundheit für sich und die Ehefrau, um noch viele gemeinsame Erlebnisse genießen zu können.
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