MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Ines Nitsche

Heimatverbunden und zuverlässig

Ines Nitsche

Köchin, Einzelhandelskauffrau im Bauwesen
Hausberg 25
07768 Orlamünde

Fon: 036423 / 22495

Ines Nitsche kam am 20.03.1964 im thüringischen Kahla zur Welt und wuchs in Orlamünde auf. Hier besuchte sie von 1970–1980 die POS und wollte im Anschluss Köchin werden. „Ich bewarb mich bei HO-Gaststätten, wurde angenommen und begann im Herbst 1980 mit meiner zweijährigen Ausbildung im Kulturzentrum Neulobeda in Jena“, berichtet sie. Da Ines Nitsche nach der Lehre bereits ihren Sohn Daniel (*1982) bekam, ging sie von HO-Gaststätten weg und wechselte zum Kreisbetrieb für Landtechnik Rothenstein in die Betriebsküche. „Als sich dann 1987 meine Tochter Christiane ankündigte, bekam ich vorerst einen Schonplatz in der Telefonzentrale“, erinnert sich Ines. Nach der Erziehungszeit stieg sie 1989 wieder im KfL ins Berufsleben ein, diesmal allerdings in der Produktion. „Hier habe ich bis 1990 die Führerhäuser des W50 mit zusammengebaut“, schmunzelt sie. Nach wendebedingter Auflösung des Betriebes war Ines Nitsche bis 1993 arbeitslos. „Ich fand dann schließlich eine zweijährige Umschulung zur Einzelhandelskauffrau im Bauwesen bei einer privaten Einrichtung in Jena, die direkt auf die Arbeit in Baumärkten abgestimmt war“, erzählt sie. Nach einer kurzen Anstellung im Penny Burgaupark war sie sechs Jahre bei der Bäckerei Sternbäck in Burgau als Verkäuferin tätig. Nach einem Wegeunfall und damit verbundenen gesundheitlichen Problemen war Ines Nitsche nur noch stundenweise für verschiedene Geschäftsketten beschäftigt. 2005 wurde bei ihr zudem eine schwere Augenerkrankung diagnostiziert. „Ich hatte mehrere Operationen und durfte während dieser Periode nicht Auto fahren oder schwer heben, was meine berufliche Flexibilität natürlich erheblich einschränkte“, berichtet sie. Ab 2014 half sie geringfügig beschäftigt bei einem Imbiss in Großeutersdorf mit. Seit August 2019 ist sie für zwanzig Stunden pro Woche in der Schuhgeschäftskette P&P als Verkäuferin angestellt. „Diese Arbeit macht mir sehr viel Spaß“, sagt Ines Nitsche, die parallel ehrenamtlich die Seniorenbetreuung des Ortes Orlamünde mit übernommen hat. „Wir sind fünf Frauen, die sich für dieses Projekt vor sechs Jahren zusammengetan haben. Dafür bekommen wir von der Stadt einen Raum gestellt und betreuen einmal pro Monat kleine Veranstaltungen für die Betagten“, erklärt Ines, die sich zusätzlich auch für den Heimat- und Karnevalsverein engagiert. „Mein Vater, der zu meinen persönlichen Vorbildern zählt und ebenfalls gebürtiger Orlamünder ist, hat mich diesbezüglich immer inspiriert“, sagt sie. In ihrer Freizeit genießt Ines Nitsche die Familie mit ihren drei Enkeln, die Natur oder geht gern tanzen. Vor ihrer Erkrankung war sie auch sportlich sehr ambitioniert. Für die Zukunft wünscht sich Ines Nitsche, einmal eine Kreuzfahrt erleben zu dürfen, um sich dabei auf dem Meer den Wind um die Ohren wehen zu lassen.
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