MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Ramona Nitsche
Zwei Töchter und viele, viele Puppenkinder
Puppenmacherin „Atelier RANI“
Buchheimer Str. 5
04654 Frohburg OT Hopfgarten
Funk: 0177 / 7754051
Internet: www.puppenwerkstatt-rani-sachsen.de
E-Mail: ranitsche@aol.com
Ramona Nitsche, 1962 in Rochlitz geboren, lebt seit rund fünfundzwanzig Jahren wieder im Hopfgartener Elternhaus, in dem sie einst mit einer Schwester aufwuchs. Im Heimatort hatte sie auch die ersten vier Schuljahre absolviert, wechselte dann für weitere vier Jahre in die Frankenheimer Schule und schloss die 10. Klasse in Prießnitz ab. Anderthalb Jahre dauerte ihre Lehre zur Bekleidungsfacharbeiterin beim VEB Maßkonfektion in Leipzig. Doch aufgrund der eigenen Familiengründung (1981 wurde Tochter Cornelia geboren, 1985 folgte Tochter Andrea) blieb sie drei Jahre zu Hause. Sie agierte teilweise in Heimarbeit, später im Büro der Konsumgenossenschaft in Bad Lausick. Dann übernahm sie die Konsum-Verkaufsstelle in Ebersbach, wo sie mit der Familie inzwischen bei den Großeltern lebte. Sie wurde zur Verkaufsstellenleiterin qualifiziert, übernahm den Laden in eigene Verantwortung, als nach dem Ende der DDR-Strukturen Initiative gefragt war, musste ihn, als Straßenbauarbeiten ihr die Kundschaft nahmen, nach zwei Jahren aufgeben. Computerlehrgänge, Jobs im Zeitungswesen und der Gastronomie folgten, ehe sie in einem Wurzener Eiscafé neue Aufgaben fand, dort zeitweise als Aushilfe gebraucht wurde, heute wieder in Vollzeit tätig ist. In jenen schwierigen Jahren der Orientierung hatte sie durch eine Zufallsbekanntschaft ihre Liebe zu den Puppen entdeckt, bald wurde aus der Sammlerin die Puppenmacherin, die entsprechende Kurse besuchte, sich das Handwerk systematisch aneignete. Reparieren und Neumodellieren wurden zur Herausforderung, mit der sie in der Umgebung bald Anklang und Kundschaft fand. Im Jahr 2001 meldete sie ihre Tätigkeit als Nebengewerbe an, machte sie 2011 zum Hauptgewerbe, betreibt ihre Puppenwerkstatt aber inzwischen wieder im Nebenberuf. Doch die Anfragen, inzwischen auch über den lokalen Rahmen weit hinaus, sichern ihr eine stetige Auftragslage. Sie lässt Puppenherzen wieder neu schlagen, schafft aber gern auch Eigenkreationen aus Porzellan oder Vinyl oder mit der aufwendigen Reborn-Technik, die Puppen aussehen lässt wie echte Kinder. Auch als Kursleiterin für die Gestaltung von Reborn-Babys ist sie gefragt. Mit ihren Schöpfungen besucht sie Märkte und Ausstellungen. Seit rund achtzehn Jahren leitet sie zudem ehrenamtlich eine Bastelgruppe am Ort. Sie organisierte zehnmal eine Hobbymesse im Schloss Prießnitz, dessen Heimatverein Prießnitz / Trebishain e. V. sie seit langem angehört. Zum Glück ihres Lebens gehören ein Enkelkind sowie die Erholungsreisen an die geliebte Ostsee.