MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Manfred Noack
Bewusst leben
Gastronom
Levinestraße 25
99334 Ichtershausen
Fon/Fax: 03628 / 582299
Fußball und Musik waren und sind von jeher seine Hobbys. Seine Lieblingsvereine sind die italienische Nationalmannschaft, der AS Rom und aus England der FC Liverpool. Wer nun denkt, dass er eventuell italienisch-britischer Abstammung ist, irrt. Manfred Noack ist Deutscher, seine Familie sind uralte Arnstädter, seit 500 Jahren lebt die Familie im Elternhaus, er wird 1959 in Arnstadt geboren und hat einen wechselvollen Lebensweg hinter sich.
Nach der Schule in Arnstadt macht er beim Chemieanlagenbau, der heutigen Firma Chema, eine zweijährige Lehre zum Zerspaner und arbeitet danach für einige Zeit bei der Chema. 1983 muss er für 18 Monate zur Armee und kommt zur Volksmarine. Nach der Armeezeit fängt er in Arnstadt beim Wellpappenwerk an, wo er bis zur Wende arbeitet. Im Zuge der Wende ruft er 1990 noch einen Betriebsrat ins Leben, wird auch dessen Vorsitzender, verlässt dann jedoch von sich aus den Betrieb, weil er sich in einer Zeit, in der er krank war, von den eigenen Leuten hintergangen fühlte. Mitte der 90er Jahre gründete er den Fußballverein, vor fünf Jahren den Fremdenverkehrsverein und in Wechmar den Kulturverein mit. Er zieht in den Westen, wo seine Familie auch schon ist, und lässt sich in Bad Kreuznach nieder, wo er drei Jahre im Lager eines Sanitärgroßhandels arbeitet und wo er parallel noch Fußball spielt. 1993 kehrt er zurück nach Arnstadt und baut zusammen mit der Schwiegermutter in Ichtershausen das dortige Bürgerhaus wieder auf und führt es zusammen mit dieser bis zum Jahr 1999. Dann trennt er sich von Ichtershausen, dem Bürgerhaus und der Schwiegermutter und fängt in Wechmar was Neues an, indem er dort den Goldenen Löwen übernimmt, komplett neu einrichtet und ihn dann zusammen mit seiner Freundin in Betrieb nimmt. Irgendwie klappt es jedoch mit Wechmar nicht so und er orientiert sich wieder in Richtung Ichtershausen, wo seit ungefähr 10 Jahren die Gaststätte „Zur Post“, das frühere Kulturhaus, leer steht. Er investiert erneut in Umbau und Einrichtung und eröffnet mit seiner Lebenspartnerin Ende 2002 das Restaurant. Als dann 2008 auch das Bürgerhaus wieder frei wird, steigt er auch hier wieder ein, nicht zuletzt deswegen, weil hier traditionell alle Karnevalsveranstaltungen stattfinden. Aber auch ansonsten ist er recht rührig: 2008 ruft er das Ichtershäuser Sommertheater ins Leben, indem er eine mittelalterliche Spieltruppe organisiert, die mit interaktivem Spiel auf dem historischen Pfarrhof die Leute in den Bann zieht, und gerne möchte er, der das Leben ganz bewusst angeht, diese Art von Veranstaltungen fortsetzen.