MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Barbara und Heinz Nitschke

Allein gegen den Wind ankämpfen

Barbara und Heinz Nitschke

Sekretärin, Sachbearbeiterin
Schlosser, Elektroinstallateur, Elektromeister,
Ingenieur für Automatisierungstechnik,
Fachingenieur für Arbeitsschutz
Pappelstr. 4
04567 Kitzscher

Barbara Nitschke kommt am 12. November 1945 zur Welt und hat als Kind vor allem zum Großvater ein sehr enges Verhältnis. Die Mutter arbeitet als Schichtarbeiterin. Das Kind muss bereits viele Pflichten erfüllen, wozu auch die Betreuung der jüngeren Geschwister gehört. Nach dem Abschluss der zehnten Klasse erlernt Barbara Nitschke den Beruf einer Stenotypistin im Betrieb Kraftwerksbau in Radebeul. Durch die Heirat ihrer Mutter und die beengten Wohnverhältnisse lässt sie sich auf die damalige Großbaustelle Kraftwerk Thierbach versetzen, wo sie bis 1969 im dortigen Kraftwerk in der Bauabteilung arbeitet. Auch hier freut sie sich über eine gute Arbeitsatmosphäre, zumal sie hier 1966 während eines Betriebsvergnügens auch ihren späteren Mann Heinz kennenlernt. Ein Jahr später heiraten sie, im Jahr 1970 kommt der Sohn Falko zur Welt, der seinen Eltern zwei Enkel beschert hat und derzeit als Beamter bei der Polizei arbeitet. Die Tochter Martina folgt 1972, sie arbeitet als Grundschullehrerin und hat ein Kind. Barbara Nitschke nimmt sich nach der Geburt der Kinder eine Auszeit und findet dann eine Anstellung bei der Stadtverwaltung Kitzscher. Ab 1990 erlebt sie viele sinnvolle und sinnlose Umstrukturierungen und vor allem die Klüngelwirtschaft einer gewendeten Block-CDU, die Posten oft nur nach Parteibuch und nicht nach Fähigkeiten vergibt. Außerdem verschlechtert sich das Arbeitsklima rapide, so dass Barbara Nitschke froh ist, als sie mit 58 Jahren durch Altersteilzeit in die Rente gehen kann. Heinz Nitschke wird am 7. Mai 1943 im oberschlesischen Kreuzburg geboren. Der Vater wird nach einer Auseinandersetzung mit dem Landrat mit über 40 Jahren noch einberufen. Die Familie muss 1945 Kreuzburg verlassen und landet in Dresden, wo sie durch einen glücklichen Zufall den Luftangriff vom 13. Februar überlebt. Bis 1950 lebt sie in Döbeln. Hier wird Heinz Nitschke eingeschult. Nach dem Umzug nach Kikscher ist er einer der wenigen Schüler seiner Klasse, dessen Vater wohlbehalten aus dem Krieg heimgekehrt ist. Er erlernt den Beruf eines Schlossers im Kombinat Espenhain und muss vor dem Studium noch zum Dienst in der Nationalen Volksarmee einrücken, die er als Unteroffizier verlässt. Von Espenhain wechselt er zum Kraftwerksanlagenbau Radebeul, wo das Betriebsklima besser ist. Nach dem Besuch eines Meisterlehrgangs leitet er in Thierbach den Meisterbereich Baustrom und nach einem Ingenieurstudium wird er Leiter der Sicherheitsinspektion im Kraftwerk Thierbach. Im Jahr 1993 scheidet er in den Vorruhestand aus. Barbara und Heinz Nitschke wollen noch lange gesund und mobil bleiben und wünschen sich für ihre Kinder, dass diese in einer friedlichen und überschaubaren Welt aufwachsen können.
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