MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Erika Niedergesäß

Interessiert, engagiert und zufrieden

Erika Niedergesäß

Wachtelweg 2
06130 Halle / Saale
Fon: 0345 / 4445142

Erika Niedergesäß geb. Werner wurde am 05.09.1939 in Halle an der Saale geboren, absolvierte von 1945–1953 in ihrer Heimatstadt die Grundschule und machte nach vier Jahren Oberschule 1957 das Abitur. Durch einen tragischen Unfall, bei dem sie sich ihre Hand verletzt hatte, konnte sie dem Wunsch, Musik zu studieren, leider nicht nachkommen. Sie entschloss sich für ein Fernstudium an der Fachschule Finanzwirtschaft Gotha (mit Abschluss 1967) und einem Ökonomie Fernstudium an der Martin Luther Universität Halle (mit Abschluss als Beststudentin 1973). Parallel arbeitete sie bei der Staatlichen Finanzrevision. Dort war sie 14 Jahre lang tätig, zuletzt als Revisionsgruppenleiterin, unter anderem verantwortlich für die Chemiewerke in Buna und Leuna. Anschließend wechselte sie zum Starkstromanlagenbau und leitete in diesem Betrieb die Hauptabteilung Revision. Zur Zeit der Wende war sie für die Firma Interchiem beim RGW (Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe) als Hauptbuchhalter tätig. Von 1990–1992 half sie beim Aufbau des Finanzamtes mit. Danach führte ihr Weg zurück in die freie Wirtschaft. Noch während der Probezeit erhielt sie die Prokura und arbeitete bei den Asphaltwerken Halle bis zu ihrer Pensionierung 1998. „Ich bin stolz darauf, dass die Wendezeit für mich beruflich so geradlinig verlaufen ist“, sagt Erika Niedergesäß. Auch danach blieb sie aktiv, arbeitete zwei Tage pro Woche für einen Juristen in Leipzig und vervollkommnete ihre Englischkenntnisse an der Volkshochschule. Ihr Mann, Erich Niedergesäß, war Generaldirektor der VVB Süß- und Dauerbackwarenindustrie und hatte seine zukünftige Frau im Rahmen ihrer damaligen Revisionstätigkeit kennengelernt. 1971 heiratete das Paar. Obwohl aus der Ehe keine eigenen Kinder hervorgingen, unterhält Erika Niedergesäß engen Kontakt zu einer befreundeten Familie mit zwei mittlerweile fast erwachsenen Töchtern, denen sie als „Nenn-Oma“ seit vielen Jahren verbunden ist. „Die beiden besuchen mich immer noch jede Woche, das finde ich sehr schön und bereichernd“, sagt sie. „Ohnehin verbringe ich meine Freizeit neben gleichaltrigen Freunden auch gern mit jungen Menschen“, erzählt Erika Niedergesäß, deren Mann bereits 1992 verstarb. Die rüstige und kulturell vielseitig interessierte Frau verreist gern, begeistert sich für Musik- und Theateraufführungen, war einige Jahre Schöffin am Amtsgericht, betreut ehrenamtlich im Rahmen der Rheumaliga eine Wassergymnastikgruppe und besucht seit längerem das Lesecafè von Schriftsteller Andrè Schinkel im Rahmen der Volkshochschule. „Glück bedeutet für mich Zufriedenheit“, sagt sie und wünscht sich für die nächsten Jahre Gesundheit, um all ihre lieb gewonnenen Aktivitäten noch lange und mit ganzer Kraft ausüben zu können.
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