MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Axel und Inge Neukirchner
„Ehrlichkeit ist die beste Politik.“ (aus England)
Schäferbreite 54
06849 Dessau-Roßlau
Fon: 0172 / 4492464
Axel Neukirchner, 1950 geboren und 1956 eingeschult, war einer der wenigen Schüler, die in den 60-er Jahren innerhalb der neuen Schul- und Hochschulreform, in den Genuss kamen ihre schulische mit der beruflichen Ausbildung verknüpfen zu können. An der EOS (Erweiterten Oberschule) konnte er sein Abitur mit Berufsausbildung absolvieren, hielt somit 1968 neben dem Abiturzeugnis auch den Facharbeiterbrief als Elektromontageschlosser in den Händen. 1968–1972 studierte er an der TU Dresden Elektrotechnik. Als Diplomingenieur arbeitet er ab als Planungstechnologe im RAW Dessau, gehörte ab 1975 zur Reichsbahndirektion der Ausbesserungswerke, zuständig für die überregionalen Dienstvorschriften für alle RAW. Nach der Wende gehörte er zur Zentrale der Deutschen Bahn, die ebenfalls für die technischen Dienstvorschriften der Bahn Verantwortung trug und war bis zum Renteneintritt 44 Jahre für die Eisenbahn tätig. Ab 1982 Stadtverordneter der Stadt Dessau in der Ständigen Kommission Kultur und CDU-Mitglied, saß Axel Neukirchner mit Eintritt der Wende mit am Runden Tisch, wurde Stadtrat, für vier Jahre Vorsitzender vom Planungsausschuss, trat er für eine weitere Legislaturperiode fünf weitere Jahre als Stellvertreter an, merkte indessen jedoch, dass die private Lebenszeit im Laufschritt verging. Einer Versammlung folgte die nächste Sitzung, ein Amt jagte das andere. Die in der Aufbruchstimmung Parteiübergreifenden Gemeinsamkeiten der Akteure schwanden. Es ging immer mehr nur noch um Prinzipien und Parteizugehörigkeiten statt um Ergebnisse. Das bedauernd, beschloss Axel Neukirchner sein Engagement zu beenden. Sein früherer Ausgleich zum Beruf – Garten – wurde mit dem Eintritt in den Ruhestand im Jahr 2013 Hauptbeschäftigung und Freude die er mit Ehefrau Inge teilt. Sie, 1951 geboren, schloss die 10. Klasse ab, machte dann eine Berufsausbildung mit Abitur zum Chemiefacharbeiter. Sechs Jahre arbeitet sie danach in der DHW Deutsche Hydrierwerke GmbH Rodleben im 4-Schicht-System, wechselte dann zur HO (Handelsorganisation) Roßlau und Dessau, absolvierte eine Weiterbildung zum Handelskaufmann (1977) und wurde als Leiter der Allgemeinen Verwaltung tätig. Nun nicht mehr in Schichten tätig, stand der Familienplanung nichts mehr im Wege. 1981 wurde geheiratet, im gleichen Jahr Tochter Claudia geboren, die indessen für ein Enkelchen gesorgt hat. Nach der Wende hatte Inge Neukirchner das Glück den Aufbau des Arbeitsamtes begleiten zu können und dort und im Jobcenter bis zum Renteneintritt unter Vertrag zu bleiben. Die Eheleute teilen ihre Begeisterung für den Fasching, sind Beatles-Funs, lesen und rätseln gerne. So bleiben sie im Herzen jung und im Kopf klar.