MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Manfred Nestler
Landwirtschaft im Wandel
Diplom-Agraringenieurökonom i. R.
Gadewitz 1
04720 Großweitzschen-Gadewitz
Fon.: 03431 / 570159
Funk: 0162 / 8468180
In Kieselbach (heute eingemeindet ins mittelsächsische Gersdorf) kam Manfred Nester 1950 als Sohn eines Kranführers zur Welt. Zur Familie gehören eine Schwester und drei Brüder. In seiner Schulzeit war er als Leichtathlet aktiv, wurde jeweils DDR-Jugend-Meister über 1.500 und 5.000 Meter. Zudem faszinierte ihn der Fußball. Er spielte bei Motor Leisnig, wurde zum Oberligaklub 1. FC Lokomotive Leipzig delegiert, saß dort jedoch mehr auf der Bank. Mit Chemie Böhlen feierte er dann den Oberliga-Aufstieg, hatte sich jedoch schon für das Ingenieurstudium entschieden. Vor dem Studium in Dresden lagen der Besuch der Leisniger Peter-Apian-Schule bis zur 8. Klasse, der Abschluss der 10. Klasse an der Schule in Polkenberg und die damit verbundene Berufsausbildung als Agrartechniker. Er arbeitete dann in der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft (LPG) Polkenberg und absolvierte den Wehrdienst. 1973–1975 studierte er in Dresden. Danach setzte ihn die Kreisleitung Döbeln des Jugendverbandes FDJ als Landjugendsekretär ein. 1977–1980 wurde er Leiter des Bezirksjugendprojektes Gemüseanbauzentrum Leipzig-West, realisiert mit 2.300 Jugendlichen und geehrt mit höchsten Auszeichnungen, dem Ehrenbanner des FDJ-Zentralrates und der Artur-Becker-Medaille in Gold. 1980–1983 folgte das Hochschulstudium in Bernburg. Als Diplom-Agraringenieurökonom wurde er als Produktionsleiter bei der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft (LPG) in Mockritz verpflichtet. Hoch rechneten es ihm die dortigen Mitarbeiter an, dass er jeweils eine Woche in jeder Abteilung praktisch arbeitete, um die Menschen und ihre Aufgaben kennenzulernen. Obwohl er damals als SED-Parteisekretär eingesetzt war, entschieden sich bei den freien Wahlen, die 1989 möglich wurden, die Genossenschafter für ihn als stellvertretenden LPG-Vorsitzenden. Als sich die Strukturen wandelten, wurde er bis 1993 Verwalter Tierproduktion, wechselte erst als Anlagenleiter nach Berbersdorf, dann bis 1997 als Geschäftsführer zur privatisierten Gemüseproduktion in Ostrau. Stets griff er nach sich bietenden Möglichkeiten, wo er gebraucht wurde, fand sie oft in Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, u. a. für die Döbelner Arbeitsstelle des Institutes für Umweltforschung Freiberg oder beim Aufbau des Ostrauer Schaugartens. 2001 bis zur Rente war er mit dem Aufbau und der Weiterführung des Ökohofes Auterwitz beschäftigt. Seit 2013 ist er im Ruhestand.
Der geschiedene Vater zweier Kinder aus zwei Ehen freut sich auch an zwei Enkelkindern und agiert in sechster Wahlperiode als Friedensrichter seiner Gemeinde.