MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Ernst Neumann
Der Rätselrentner
Ingenieur für Technische Keramik
Erich-Weinert-Straße 20
07629 Hermsdorf
Fon: 036601/ 83627
Im tschechischen Sudetenland, in Wedlitz bei Leitmeritz, kam Ernst Neumann 1933 zur Welt. Die Eltern betrieben eine Fleischerei samt Gastwirtschaft und Landwirtschaft. Aber die Nachkriegsereignisse führten am 16. Juni 1946 zur Ausweisung. Nach Zwischenstationen fanden sie im thüringischen Holzland, in Ottendorf, Aufnahme, wohnten in der Obermühle. Ernst Neumann schloss die 8. Klasse ab, war ein Jahr Landwirtschaftsgehilfe im nahen Tautendorf bei der Familie Zimmermann, ehe er in Hermsdorf eine Lehre als Techno-Porzellan-Dreher starten konnte. Bei den Keramischen Werken Hermsdorf stellte er nun die Isolatoren für Überleitungen her, wurde aber nach Abschluss der Lehre tätig im Beruf, im Juni 1952 für die Grenzpolizei geworben. Er besuchte die Unteroffiziersschule und blieb fünf Jahre, kehrte 1957 in die Heimat zurück und arbeitete bis 1959 wieder im Beruf. Er besuchte 1959–1962 die Ingenieur-Schule für Keramik in Hermsdorf und schloss als Ingenieur für Technische Keramik ab. Anschließend war er als Entwicklungsingenieur im Versuchsfeld bis 31.05.1963. Ab 01.06.1963 bis 31.07.1964 war er Abteilungsleiter in der Steatitfertigung und danach bis 02.12.1973 Abteilungsleiter im Bereich Hauptmechanik. Die Zeit 03.12.1973 bis 31.07.1991 als Bereichsleiter Büro für Neuererwesen im Kombinat und viele Jahre im Beruf, ging er am 01.08.1991 in den Vorruhestand. Einige Zeit gab es noch in zwei Annahmestellen die Verantwortung als Leiter der Lottoannahme.
Seit 1948 war er im Fußball aktiv, spielte von der 1. Mannschaft (damals Bezirksliga, als dritte Spielklasse) bis zu den Alten Herren. Von 1977–1980 agierte er auch als Sektionsleiter Fußball der Betriebssportgemeinschaft Motor Hermsdorf, führte auch zeitweise den Vorsitz des Kreisfachausschusses Fußball Stadtroda. Auch seine drei Söhne Thomas (Installateur), Andreas (Kfz-Meister mit eigener Werkstatt) und Michael (Zimmermann und Bautischler) traten vereinsmäßig gegen den Ball. Ernst Neumann ist noch heute beim Kegeln aktiv.
Über Jahre freute er sich an der Möglichkeit, als Rätselautor für die Thüringer Landeszeitung, die Keramikzeitung wie diverse Betriebszeitungen zu arbeiten, das Knacken von Gedankennüssen und der Zuverdienst waren ihm immer willkommen. Auch heute kann er ein Kreuzworträtsel nicht unausgefüllt liegen lassen.
Seine Frau, Heirat 1957, verstarb bereits 1979 an einem Krebsleiden, ein herber Einschnitt für Ernst Neumann, dessen Söhne in technischen Berufen lernten und heute noch tätig sind und ihm vier Enkel beschert haben. Seinen Schwestern Oßwalda ( OP MTA), Dorothea (Ballettsolistin am "Maxim-Gorki-Theater in Magdeburg) und Bruder Roland (als Obrst aus der Bundeswehr nach der Wende in Ehren ausgeschieden) fühlt er sich sehr verbunden.