MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Dr. Hannah Birgit Neumann
Kunstwerke zum „Um-die-Ecke-Denken“
Diplom-Biologin und Malerin
Prenzlauer Allee 89
10405 Berlin
Fon: 030 / 4233480
Hannah Birgit Neumann kam am 8. April 1951 in Chemnitz zur Welt. Sie ist dort gern zur Schule gegangen und bis zum Abitur 1969 in ihrer Heimatstadt geblieben. Als Kind hat sie auch gern gemalt, was kein Wunder war, denn ihre Mutter fertigte Aquarelle an.
Bei der Berufswahl entschied sie sich dann für die Biologie, wofür ein guter Biologielehrer den Anstoß gab. Doch diese Verbindung von Malen und das Interesse für Naturwissenschaften hat sie dann später immer wieder begleitet – eigentlich bis heute.
Sie studierte dann in Jena, an der Alma Mater Jenensis, hauptsächlich Biologie und schloss 1973 mit einem Diplom ab. Interessehalber besuchte sie auch Vorlesungen in Kunstwissenschaft, Archäologie und Gruppendynamik. An der Volkshochschule in Jena ließ sie sich bei Johannes Hermes drei Jahre lang im Fach Bildnerisches Gestalten ausbilden.
Das Jahr 1973 brachte für sie eine Wende im Leben gleich in mehrfacher Hinsicht: Sie heiratete ihren Lebenspartner Michael, zog mit ihm nach Berlin und begann mit ihrer naturwissenschaftlichen Arbeit an der Akademie der Wissenschaften in Ostberlin, wo sie bis zur politischen Wende in unserem Lande 1989 wirkte. Sie war dort als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Geographie und Geoökologie in der Forschung tätig und promovierte dort 1986 im Fach Ökologie.
Die 70er Jahre bescherten ihr noch etwas – das Glück der Geburt zweier Kinder: von Tochter Anna, 1975 geboren, und Sohn Gregor, 1977. Ein Enkelkind gehört mittlerweile auch schon zur Familie. Denkt Mutter Hannah Birgit zurück, so hat sie in ihrem Werdegang von da an bis heute ihr Ehemann am meisten unterstützt. Und auf die Kinder, so wie sie sind, ist sie besonders stolz.
Von 1990 an leitete sie Exkursionen zu kunstgeschichtlichen und geschichtlichen Stätten. Mehr sporadisch, aber ausdauernd wirkte sie im Zeichenzirkel der Akademie mit, vergaß somit nie ihre geliebte Malerei, und so entstanden eigene Aquarelle und auch Ölbilder. In den Jahren ab 2002 widmete sie sich vorrangig dem graphischen Schaffen; die erste Lithographie entstand bereits 1987. Andererseits ließ sie auch jetzt die Biologie nicht los. Sie hält noch heute Vorträge in Geobotanik, ist aktiv im Naturschutzverein und dem Botanischen Verein von Berlin-Brandenburg.
Ihre schöne geräumige Altbauwohnung zeugt von viel Arbeit; es wird weiter geforscht und gemalt. Ihre Bilder verraten viel Phantasie und regen zum Nachdenken an, zum „Um-die-Ecke-Denken“, wie die Künstlerin selbst sagt.