MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Ute Nebe

Verantwortung in spannenden Zeiten

Ute Nebe

Bürgermeisterin a. D.
Standesbeamtin
Kreisrätin
Alte Dorfstr. 31 c
09669 Frankenberg OT Hausdorf
E-Mail: ute.nebe@t-online.de

Im Krankenhaus von Frankenberg / Sachsen kam sie als Ute Seltmann 1953 zur Welt. In der Gemeinde Hausdorf, wenige Kilometer südöstlich, wuchs sie in einer christlich geprägten Bauernfamilie auf. Erste Schuljahre verbrachte sie am Ort, dann im nahen Mühlbach. An der Erweiterten Oberschule (EOS) in Frankenberg / Sa. legte sie 1972 das Abitur ab. In ihrer Jugend war sie sportlich ambitioniert, agierte im Skilanglauf und der Leichtathletik, bewies sich gern im Kugelstoßen und wurde Kreismeisterin im Speerwerfen. Im Studium an der Technischen Hochschule im damaligen Karl-Marx-Stadt wurde sie zur mathematisch-technischen Assistentin ausgebildet. Als es an die Stellenvermittlung ging, traten Schwierigkeiten auf, denn in jungen Jahren hatte sie freimütig über den Einmarsch sowjetischer Truppen in die Tschechoslowakei an Verwandte in der Bundesrepublik berichtet. Beim Rat des Kreises wirkte sie im Amt für Arbeit, dann forderten die Kinder, die beiden Söhne wurden 1976 und 1979 geboren, ihr Recht. Ihr Mann Dietmar (bereits im Jahr 2006 verstorben) war in der Landwirtschaft eingebunden, sie blieb für insgesamt fünf Jahre zu Hause. Als sie wieder arbeiten wollte, war gerade eine Stelle im Gemeindeamt von Mühlbach / Hausdorf frei. Sie wurde stellvertretende Bürgermeisterin und wurde nach den ersten freien Kommunalwahlen im Mai 1990 zur Bürgermeisterin gewählt. Dies waren spannende Jahre, denn in den neuen Möglichkeiten nach dem Beitritt der DDR zur Bundesrepublik sollten blühende Landschaften entstehen. Ute Nebe (in der CDU parteipolitisch verortet und bis heute in den Kreistag gewählt) trug in ihrem Ort entscheidend dazu bei, dass es nicht nur bei Versprechungen blieb. Der Ausbau der Straßen, die Wohngebietserschließung, die neuen Wasser- und Abwasserleitungen forderten die für ihren Ort engagierte Frau. Mit der Kreisgebietsreform 1994 und dem Anschluss der Gemeinde an die Stadt Frankenberg wurde aus dem hauptamtlichen Status eine ehrenamtliche Funktion als Ortsteilbürgermeisterin (bis 1998), bis 2014 fungierte sie noch als Ortsvorsteherin. Ute Nebe wechselte in die Stadtverwaltung, wurde Sachgebietsleiterin im Meldeamt und verantwortlich für das Standesamt. Schon als Bürgermeisterin hatte sie einst die Trauzeremonien geleitet, nun versüßen ihr die freudigen Stunden, wenn sich Menschen in Frankenberg oder Lichtenwalde das Ja-Wort geben, den bürokratischen Wust des Alltags. Besondere Freude sind ihre Kinder mit Frauen und die vier Enkelkinder.
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